Altbausanierung München 2026: die wichtigsten Tipps vor dem Baustart
Eine Altbausanierung in München wird nicht allein durch schöne Oberflächen erfolgreich. Entscheidend ist, ob Eigentümer den Bestand, die erforderlichen Freigaben, den technischen Umfang und die Reihenfolge vor der Vergabe ausreichend klären. Historische Dielen, Stuck, hohe Decken und massive Türen können den Charakter erhalten. Gleichzeitig können alte Leitungen, unbekannte Bodenaufbauten, Feuchte, Risse, Schadstoffe oder frühere Umbauten den geplanten Umfang verändern.
Dieser Beitrag bündelt die wichtigsten Tipps zur Altbausanierung in München für das Jahr 2026. Er richtet sich an Eigentümer, Käufer, Vermieter und Bauherren, die ein Haus oder eine Wohnung modernisieren und dafür eine belastbare Entscheidung treffen möchten. Im Mittelpunkt stehen Bestandsaufnahme, Genehmigungen, Prioritäten, Angebot, Kostenkontrolle, Bauablauf und Abnahme. Es geht nicht um eine pauschale Quadratmetersumme, sondern um die Fragen, die vor einer Beauftragung beantwortet sein müssen.
Die Seite ist bewusst von ähnlichen BAYAZID-Ratgebern abgegrenzt. Der komplette Leitfaden zum Altbau behandelt Modernisierung, Energie und Werterhalt übergreifend. Der Beitrag Altbauwohnung in München sanieren konzentriert sich auf eine einzelne Eigentumswohnung. Dieser Artikel bleibt bei den praktischen Entscheidungen, mit denen Fehler vor Kauf, Planung und Baustart vermieden werden.
Wer bereits Grundriss, Fotos, Baujahr, gewünschten Umfang und einen Zieltermin zusammengestellt hat, kann Altbausanierung in München anfragen. Die Leistungsseite Sanierung und Innenausbau zeigt, welche Gewerke abhängig vom Projekt verbunden werden können.
Die wichtigste Regel
Unbekannter Bestand darf nicht als bekannte Leistung kalkuliert werden. Er erhält eine dokumentierte Annahme, eine Sondierung oder einen späteren Prüfpunkt. So entsteht keine absolute Sicherheit, aber ein klarer Umgang mit Befunden. Ein belastbares Angebot zeigt nicht nur, was ausgeführt wird, sondern auch, welche Voraussetzungen gelten und wie notwendige Änderungen freigegeben werden.
Warum Altbauprojekte aus dem Plan laufen
Viele Eigentümer beginnen mit Küche, Bad, Farben oder Bodenbelägen, obwohl Wandfunktionen, Leitungswege, Deckenaufbau und Genehmigungsstand noch nicht geklärt sind. Die Gestaltung ist dann weiter als die technische Planung. Wird beim Rückbau ein anderer Aufbau sichtbar, müssen Bestellung, Grundriss und Angebot gleichzeitig geändert werden. Das Problem ist nicht jeder unbekannte Befund, sondern das Fehlen eines vorher vereinbarten Entscheidungswegs.
Altbau ist keine Bauart
Der Begriff Altbau sagt wenig über die konkrete Konstruktion. Ein Gründerzeitgebäude mit Holzbalkendecken, ein Haus aus den 1930er-Jahren und ein Nachkriegsbau können völlig unterschiedliche Wände, Decken, Leitungen und Schadstoffrisiken besitzen. Auch zwei Wohnungen im selben Gebäude können durch frühere Umbauten voneinander abweichen. Baujahr und Lage sind Hinweise, ersetzen aber weder Aufmaß noch fachliche Prüfung.
Drei Ziele trennen
- Substanz sichern: Schäden, Feuchteursachen, ungeeignete Untergründe und technische Risiken werden zuerst bewertet.
- Funktion verbessern: Grundriss, Technik, Bad, Küche, Akustik, Licht und Stauraum werden an die künftige Nutzung angepasst.
- Gestaltung erneuern: Böden, Türen, Putz, Farbe und historische Details erhalten ein abgestimmtes Erscheinungsbild.
Diese Ziele gehören zusammen, dürfen aber nicht vermischt werden. Ein neuer Anstrich beseitigt keine Feuchteursache. Eine hochwertige Küche ersetzt keine ausreichenden Anschlüsse. Und eine energetische Maßnahme darf Denkmalschutz, Eigentumsgrenzen oder bauphysikalische Folgen nicht ignorieren.
Entscheidungen priorisieren
Das Projekt wird in notwendige Maßnahmen, sinnvolle Verbesserungen und optionale Ausstattung gegliedert. Notwendig können sichere Installationen, geeignete Untergründe oder Ursachenbeseitigung sein. Sinnvolle Verbesserungen betreffen beispielsweise Schallschutz oder flexible Raumaufteilung. Optionen sind besondere Oberflächen, Einbauten oder Komfortdetails. Diese Reihenfolge schützt die technische Qualität, wenn Budget oder Termin angepasst werden müssen.
Vor Kauf anders prüfen
Vor einer Kaufentscheidung sind nicht alle zerstörenden Untersuchungen möglich. Dann werden zugängliche Bauteile, Unterlagen, sichtbare Hinweise und bekannte Umbauten bewertet. Das Ergebnis ist keine vollständige Sanierungsplanung, sondern eine Liste aus belegten Fakten, plausiblen Annahmen und offenen Risiken. Besonders wichtig sind fehlende Genehmigungen, unklare Eigentumsgrenzen, Feuchtehinweise, veraltete Technik und schwer veränderbare Grundrissbedingungen.
Nach dem Erwerb können Sondierungen und Fachprüfungen gezielt nachgeholt werden. Die Entwurfs- und Kostenplanung wird erst danach verbindlicher. Wer eine Immobilie nur anhand eines optischen Renovierungszustands bewertet, kann technische und rechtliche Einschränkungen übersehen. Umgekehrt muss nicht jeder alte Bauteil automatisch ersetzt werden. Weiterverwendung wird anhand von Zustand, Sicherheit, Funktion und geplanter Nutzungsdauer entschieden.
Das Ziel des Angebots
Ein gutes Angebot beschreibt den vereinbarten Endzustand, die erforderlichen Vorleistungen, Mengen, Materialien, Schnittstellen und Ausschlüsse. Es verspricht nicht, dass im Bestand niemals zusätzliche Befunde auftreten. Es legt fest, wie sie dokumentiert, bewertet, angeboten und freigegeben werden. Wer einen vorhandenen Umfang prüfen möchte, kann Altbau-Angebot mit BAYAZID besprechen.
1. Bauakte und Pläne sichern
Grundrisse, frühere Bauanträge, Umbaugenehmigungen, statische Unterlagen und Leitungsinformationen zeigen, welche Fragen offen sind. Bei Abweichungen zwischen Plan und Bestand kann eine Bauakteneinsicht sinnvoll sein. Unterlagen werden mit dem aktuellen Aufmaß verglichen, nicht ungeprüft übernommen.
2. Denkmalstatus prüfen
Die Münchner Untere Denkmalschutzbehörde weist darauf hin, dass der geschützte Bereich neben der Fassade grundsätzlich auch das Gebäudeinnere umfassen kann. Veränderungen an Baudenkmälern benötigen eine denkmalschutzrechtliche Erlaubnis; auch Ensembles und die Nähe zu Denkmälern können relevant sein. Diese Prüfung erfolgt vor Bestellung und Rückbau.
3. Erhaltungssatzung klären
In Münchner Erhaltungssatzungsgebieten können Sanierungsarbeiten genehmigungspflichtig sein. Die Lokalbaukommission München nennt dafür das Sozialreferat als zuständige Stelle. Denkmalschutz, Erhaltungssatzung und Baugenehmigung sind unterschiedliche Prüfwege; ein positiver Punkt ersetzt den anderen nicht.
4. Eigentumsgrenzen beachten
Bei einer Wohnung werden Teilungserklärung, Aufteilungsplan und Beschlüsse geprüft. Fenster, Wohnungseingangstür, Geschossdecke, tragende Wände, Fassade und Stränge können Gemeinschaftseigentum betreffen. Änderungen dürfen nicht als reine Innenausbauleistung behandelt werden, nur weil sie innerhalb der Wohnung sichtbar sind.
5. Nutzung vor Grundriss festlegen
Wie viele Personen nutzen die Räume? Wo entstehen Homeoffice, Stauraum, Küche und Bad? Welche Räume müssen flexibel bleiben? Der Möblierungsplan zeigt früh, ob Türen, Laufwege, Steckdosen und Heizflächen zusammenpassen. Erst danach wird ein Grundriss zur Ausführung freigegeben.
6. Wandfunktion prüfen
Eine Wand wird nicht nach Dicke oder Klopfgeräusch beurteilt. Tragwirkung, Aussteifung, Brandschutz, Leitungen und Eigentumsgrenzen werden fachlich eingeordnet. Art. 57 BayBO nennt bestimmte Änderungen innerhalb von Wohngebäuden als verfahrensfrei, doch Verfahrensfreiheit hebt andere öffentlich-rechtliche und private Anforderungen nicht auf. Maßgeblich bleibt die konkrete Planung.
7. Schadstoffe vor Rückbau erkunden
Die BAuA zur Asbesterkundung erklärt, dass der Veranlasser vor Arbeiten in älteren Gebäuden Informationen zu möglichen asbesthaltigen Materialien beschaffen muss. Kleber, Spachtelmassen, Bodenbeläge, Putze oder technische Bauteile können relevant sein. Verdachtsproben und Sanierung gehören in fachkundige Hände.
8. Feuchteursachen trennen
Flecken, Geruch oder abplatzender Putz können verschiedene Ursachen haben: Leitungen, Fassade, Dach, Kondensat oder frühere Schäden. Neue Farbe oder Vorsatzschale darf die Ursache nicht verdecken. Messung, Bauteilprüfung und Zuständigkeit werden geklärt, bevor Oberflächen geschlossen werden.
9. Decken und Böden sondieren
Holzbalkendecke, Schüttung, Estrich, Dielen oder mehrere Belagslagen beeinflussen Tragfähigkeit, Schallschutz, Aufbauhöhe und Leitungsführung. Einzelne Sondierungsstellen können helfen, Annahmen zu prüfen. Die Ergebnisse fließen in Bodenplan, Türen, Küche, Bad und mögliche Fußbodenheizung ein.
10. Historische Teile erfassen
Stuck, Türen, Dielen, Beschläge und Sockel werden fotografiert, nummeriert und bewertet. „Erhalten“ muss als konkrete Schutz-, Ausbau-, Reparatur- oder Oberflächenleistung beschrieben werden. Die Stuckateurarbeiten und Fenster- und Türmontage werden mit dem Gesamtplan abgestimmt.
11. Elektrobedarf planen
Küche, Arbeitsplatz, Beleuchtung, Netzwerk, Geräte und mögliche spätere Nutzung bestimmen die Anschlüsse. Bestehende Leitungen, Verteiler und Schutzorgane werden von einer Elektrofachkraft bewertet. Der Plan entsteht vor Schlitzen, Trockenbau und Putz, nicht erst bei der Schalterauswahl.
12. Sanitär und Abwasser prüfen
Bad und Küche benötigen klare Achsen, Höhen, Leitungswege, Gefälle und Revisionsmöglichkeiten. Eine Visualisierung ist kein Installationsplan. Die Sanitär- und Elektrokoordination verbindet technische Anschlüsse mit Vorwand, Abdichtung und Endmontage.
13. Raumklima mitdenken
Neue Fenster, Heizung, Dämmung und dichtere Oberflächen verändern das Gebäude. Lüftung, Wärmebrücken und Feuchteverhalten werden nicht getrennt betrachtet. Bei Außenbauteilen können energetische Anforderungen greifen; zugleich können Denkmalschutz oder andere Vorschriften die Ausführung beeinflussen.
14. Schallschutz nicht nachträglich behandeln
Luft-, Tritt- und Körperschall benötigen unterschiedliche Lösungen. Decke, flankierende Wände, Leitungen, Türen und Anschlüsse bilden ein System. Die Akustik- und Schallschutzplanung wird vor dem Schließen von Konstruktionen festgelegt.
15. Brandschutz separat prüfen
Installationsschächte, Wohnungstrennbauteile, Decken oder Türen können Anforderungen besitzen, die eine dekorative Sanierung nicht verändern darf. Der bauliche Brandschutz wird anhand des betroffenen Bauteils und der Nutzung geplant. Allgemeine Produktversprechen ersetzen keinen erforderlichen Nachweis.
16. Bodenhöhen koordinieren
Estrich, Parkett, Fliese, Abdichtung und Ausgleich verändern fertige Höhen. Türzargen, Treppen, Balkonanschlüsse, Küche und bodengleiche Dusche müssen dieselben Bezugspunkte verwenden. Eine spätere Korrektur kann mehrere fertige Gewerke betreffen.
17. Muster früh freigeben
Putz, Farbe, Dielen, Fugen, Beschläge und andere sichtbare Details werden anhand realer Muster bewertet. Musterfläche, Farbton, Glanz und zulässige Altbauspuren werden dokumentiert. „Hochwertig“ oder „altbaugerecht“ sind ohne sichtbares Prüfkriterium zu ungenau.
18. Logistik in München planen
Treppenhaus, Aufzug, Ladezone, Container, Lagerfläche, Hausordnung und Ruhezeiten beeinflussen Kosten und Termin. Lange Tragewege und kleine Lagerflächen dürfen nicht erst am ersten Bautag auffallen. Schutz und tägliche Reinigung werden als Leistungen eingeplant.
19. Entscheidungsfristen setzen
Materialien, Details und Änderungen benötigen ein spätestes Freigabedatum. Der Terminplan zeigt, welche Entscheidung eine Bestellung oder Folgearbeit blockiert. So wird der Bauablauf nicht durch offene Bemusterungen gesteuert.
20. Abnahme von Anfang an planen
Für jedes Gewerk wird festgelegt, woran die Leistung geprüft wird. Verdeckte Leitungen, Abdichtungen und Verstärkungen erhalten Zwischenkontrollen. Endabnahme, Dokumentation, Restarbeiten, Reinigung und Einzug bilden getrennte Schritte. Hinweise zur richtigen Reihenfolge der Sanierungsarbeiten helfen bei der Einordnung.
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Wände und Putz
Altbauwände können schief, rissig oder mehrfach überarbeitet sein. Nicht jede Unebenheit ist ein technischer Mangel, aber nicht jede historische Fläche eignet sich für das gewünschte Finish. Haftung, Hohlstellen, Feuchte und Material werden geprüft. Abschlagen, ausbessern, armieren, neu verputzen und fein spachteln sind unterschiedliche Leistungen. Die Putz- und Spachtelarbeiten benötigen eine definierte Zieloberfläche.
Trockenbau
Neue Trennwände, Vorsatzschalen und Decken können Grundriss, Technik und Akustik verbessern. Profilbreite, Beplankung, Dämmung, Feuchte- oder Brandschutz, Türöffnung und Hängelasten werden vor der Montage festgelegt. Der Trockenbau im Altbau darf Feuchte oder unbekannte Außenwandprobleme nicht hinter einer Bekleidung einschließen.
Holzbalkendecken
Schwingung oder Unebenheit allein erlaubt keine pauschale Aussage zur Tragfähigkeit. Aufbau, Balkenlage, Zustand und geplante Lasten werden fachlich beurteilt. Bodenaufbau, Schallschutz, Installationen und neue Wände dürfen nicht getrennt entschieden werden. Eine notwendige statische Prüfung wird klar von handwerklichen Ausbauleistungen abgegrenzt.
Dielen und Parkett
Erhaltene Böden werden auf Befestigung, Stärke, Schäden, frühere Beschichtungen und Untergrund geprüft. Schutz, Reparatur, Schleifen und Oberflächenbehandlung werden getrennt angeboten. Bei Neuaufbau zählen Ebenheit, Feuchte, Trittschall, Aufbauhöhe und Anschluss an Türen. Die Boden- und Fliesenarbeiten folgen erst nach Freigabe des Untergrunds.
Fenster und Türen
Fenster können Fassade, Gemeinschaftseigentum, Denkmalschutz und energetische Anforderungen berühren. Wohnungseingangstüren können Schall-, Rauch- oder Brandschutzanforderungen besitzen. Aufarbeitung, Dichtung, Beschlag, Austausch und Anschluss sind unterschiedliche Varianten. Der Beitrag Fenstereinbau in München vertieft Aufmaß und Montage.
Bad
Im Altbaubad treffen Wasser, Abwasser, Elektro, Lüftung, Vorwand, Bodenhöhe, Abdichtung und Oberflächen zusammen. Verlegte Fallstränge oder geringe Aufbauhöhen begrenzen manche Grundrissidee. Sanitärobjekte werden erst nach technischer Freigabe ausgewählt. Die Kostenfallen einer Badsanierung zeigen, warum Rückbau, Abdichtung und Nebenarbeiten im Angebot sichtbar bleiben müssen.
Küche
Die Küche wird anhand von Geräten, Anschlüssen, Abluft, Beleuchtung, Boden und Wandaufbau geplant. Die Bestellung erfolgt erst, wenn Aufmaß und fertige Höhen bestätigt sind. Unterputzanschlüsse, Trockenbau und Putz dürfen spätere Montagepunkte nicht verdecken. Bei Gas, Abluft oder gemeinschaftlichen Schächten sind zusätzliche Prüfungen erforderlich.
Heizung und Energie
Neue Heizflächen, Wärmeverteilung, Fenster oder Dämmmaßnahmen werden auf das Gesamtgebäude abgestimmt. § 46 GEG schützt die energetische Qualität bestehender Außenbauteile; weitere Anforderungen können bei Änderungen greifen. Für eine Effizienzhaussanierung nennt die KfW-Förderung 261 seit 21. Juli 2026 aktualisierte Bedingungen und verlangt eine Energieeffizienz-Expertin oder einen Experten. Förderung wird vor Auftrag geprüft und nicht garantiert.
Fassade und Dach
Fassade und Dach sind keine beiläufigen Innenausbauoptionen. Feuchteursachen, Dämmung, Gerüst, Denkmalschutz und Eigentumsverhältnisse benötigen eine eigene Planung. Die Fassadensanierung in München behandelt Kosten- und Angebotslogik separat. Innere Oberflächen dürfen erst fertiggestellt werden, wenn äußere Schadensursachen geklärt sind.
Historische Details
Stuck, Profilierungen, Türen und Beschläge werden nicht nur nach ihrem Alter bewertet. Nutzbarkeit, Befestigung, Brandschutz und Reparaturumfang müssen passen. Originale können bewusst sichtbare Altersspuren behalten; Funktionsmängel sind davon zu trennen. Für jedes Teil wird entschieden: schützen, reparieren, ergänzen, ersetzen oder einlagern.
Technische Dokumentation
Nach der Planung entsteht ein gemeinsamer Stand aus Grundriss, Elektro, Sanitär, Bodenhöhen, Türen, Oberflächen und Bemusterung. Verdeckte Leitungen und Einbauten werden vor dem Schließen dokumentiert. Revisionsunterlagen, Produktinformationen und Freigaben werden gesammelt, damit spätere Wartung und Umbauten auf nachvollziehbare Daten zurückgreifen können.
Schnittstellen nach Räumen
Jeder Raum erhält eine kurze Bauteil- und Technikliste. Im Schlafzimmer können Schallschutz, Steckdosen, Heizfläche, Boden und Tür zusammengehören. In der Küche treffen Geräteplan, Elektro, Wasser, Abluft, Wandaufbau und Bodenhöhe aufeinander. Im Bad kommen Abdichtung, Lüftung und Sanitärobjekte hinzu. Diese raumweise Sicht ergänzt die gewerkeweise Ausschreibung und verhindert, dass der gewünschte Endzustand zwischen Einzelpositionen verloren geht.
Materialverträglichkeit
Altbau verlangt nicht automatisch historische Materialien, aber neue Systeme müssen zum vorhandenen Untergrund und Feuchteverhalten passen. Grundierung, Putz, Spachtel, Beschichtung und Klebstoff werden als Schichtenfolge betrachtet. Ein einzelnes „atmungsaktives“ Produkt löst keine bauphysikalische Frage. Herstellerfreigaben, Probeflächen und Untergrundbedingungen werden dokumentiert, bevor große Flächen ausgeführt werden.
Schutz bis zur Übergabe
Erhaltene Dielen, Türen oder Stuckflächen werden nicht nur während des Rückbaus geschützt. Auch Leitungsbau, Putz, Malerarbeiten und Möbelmontage können Schäden verursachen. Das Schutzkonzept nennt Material, Fläche, Kontrollrhythmus und den Zeitpunkt des Rückbaus. Wird ein Schutz zu früh entfernt, ist die Oberfläche bis zur Abnahme erneut gefährdet.
Kein Altbaupreis pro Quadratmeter
Das BAYAZID-SIRADOS-/GAEB-Archiv vom 28. Juli 2026 enthält konkrete Einzelpositionen, aber keine universelle Position „Altbausanierung München komplett“. Deshalb werden die früher im Artikel genannten Internetspannen von 600 bis 1.500 Euro je Quadratmeter, pauschale Prüfkosten und erfundene Deckenpreise nicht übernommen. Ein vollständiges Budget entsteht aus tatsächlichen Mengen, Bauteilen, Ausführungsqualitäten und Nebenleistungen.
Ausgewählte SIRADOS-Beispiele
| LV-Nr. | Einzelposition | Einheit | Netto-EP |
|---|---|---|---|
| 10.016.0.90.660 | Schutzabdeckung für Holzfußboden | m² | 9,28 € |
| 13.337.0.04.010 | Tapete einlagig entfernen und entsorgen | m² | 6,00 € |
| 13.323.1.01.060 | Putz abschlagen, Kleinfläche Innenwand | m² | 17,71 € |
| 13.328.0.85.080 | Dielenboden schleifen und mit Wasserlack versiegeln | m² | 29,12 € |
| 10.039.2.11.055 | GK-Trennwand 100 mm, Mineralwolle, Q2 | m² | 65,86 € |
| 10.053.1.66.005 | Schutzkontakt-Steckdose Unterputz, weiß | St | 17,49 € |
| 13.325.1.20.035 | Zementestrich erneuern, Trittschalldämmung, 65 mm | m² | 50,79 € |
| 10.027.2.14.545 | Innentür komplett, Furnier Eiche, 875/2000 mm | St | 516,79 € |
Diese Netto-Einheitspreise gelten nur für die jeweils beschriebene Leistung und dürfen nicht zu einem pauschalen Altbaupreis addiert werden. Die Steckdose ist keine vollständige Elektroinstallation. Die Dielenposition setzt einen geeigneten Bestand voraus. Die Trockenbauwand enthält einen bestimmten Aufbau und eine definierte Spachtelqualität. Eine Tür benötigt eine passende Öffnung, Anschlüsse und gegebenenfalls besondere Schall- oder Brandschutzanforderungen.
Vollständige Kostenblöcke
- Bestandsaufnahme, Planung, Sondierungen und erforderliche Fachprüfungen
- Genehmigungen, Freigaben und mögliche Fachplanungen
- Schutz, Baustelleneinrichtung, Transport und Entsorgung
- Rückbau sowie getrennte Schadstoffmaßnahmen
- Tragwerk, Untergründe, Putz, Trockenbau und Estrich
- Elektro, Sanitär, Heizung und Lüftung
- Bad, Küche, Türen, Böden und Oberflächen
- Bauleitung, Dokumentation, Abnahme und Reinigung
Kleine Flächen richtig bewerten
Eine kleine Reparaturfläche kann je Quadratmeter teurer sein als eine große zusammenhängende Fläche. Einrichtung, Anfahrt, Schutz, Trocknung, Werkzeug und Anschlüsse entstehen trotzdem. Umgekehrt ist eine größere Gesamtsumme nicht automatisch unwirtschaftlich, wenn mehrere Arbeiten gemeinsam ausgeführt und doppelte Baustelleneinrichtung vermieden werden.
Vergleichsblatt statt Endsumme
Für jedes Angebot werden Position, Menge, Einheit, Material, Qualität, Nebenleistung und Ausschluss verglichen. Fehlende Leistungen bleiben als Lücke sichtbar. Pauschalen sind nur dann vergleichbar, wenn ihr Inhalt beschrieben ist. Der Beitrag Sanierung ohne Kostenüberraschung zeigt die notwendige Trennung von Pflichtumfang, Optionen und Risiken.
Reserve an Befunde binden
Ein pauschaler Prozentsatz ersetzt keine Risikoanalyse. Offene Bauteile erhalten eine mögliche Folge, einen Prüfzeitpunkt und einen Preisermittlungsweg. Tritt der Befund nicht ein, wird die Reserve nicht automatisch verbraucht. Ausstattungswünsche und echte Bestandsrisiken werden getrennt geführt.
Änderungen schriftlich freigeben
Ein Nachtrag nennt Anlass, zusätzliche oder entfallende Leistung, Menge, Preiswirkung und Terminfolge. Erst danach wird ausgeführt, sofern keine unmittelbare Sicherungsmaßnahme erforderlich ist. Wer einen objektbezogenen Kostenrahmen benötigt, kann Altbau-Kalkulation anfragen.
Optionen getrennt anbieten
Alternative Böden, Türqualitäten, Putzoberflächen oder zusätzliche Einbauten werden als echte Optionen ausgewiesen. Der Grundumfang bleibt technisch funktionsfähig, auch wenn eine Option nicht beauftragt wird. Damit lässt sich das Budget steuern, ohne notwendige Vorleistungen unbemerkt zu streichen. Eine Option benötigt dennoch vollständige Nebenleistungen; ein günstigerer Boden kann beispielsweise andere Untergrund- oder Sockelarbeiten auslösen.
Lieferungen nicht doppelt kalkulieren
Bei bauseits gelieferten Produkten wird geklärt, ob Transport, Lagerung, Vollständigkeitskontrolle, Montagezubehör und Gewährleistungsschnittstellen enthalten sind. Ein niedriger Materialpreis hilft nicht, wenn Teile fehlen oder Maße nicht passen. Bei Lieferung durch den Auftragnehmer werden Produkt, Aufschlag, Liefertermin und Austauschregel transparent beschrieben. Beide Modelle können funktionieren, benötigen aber unterschiedliche Verantwortlichkeiten.
Terminfolgen bepreisen
Eine Materialänderung kann nicht nur den Einkaufspreis, sondern auch Aufmaß, Untergrund, Anschluss und Lieferzeit verändern. Deshalb enthält die Nachtragsprüfung eine Terminfolge. Wenn ein Sonderprodukt mehrere Wochen später eintrifft, wird sichtbar, welche Folgearbeiten warten oder ob eine technisch gleichwertige Alternative sinnvoll ist. Diese Transparenz schützt vor der Annahme, dass jede Ausstattungsänderung nur eine Differenz im Produktpreis verursacht.
Kosten für Ihr Projekt vorab kalkulieren
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1. Unterlagen und Nutzung
Grundriss, Bauakte, Eigentumsunterlagen, Fotos und bekannte Umbauten werden gesammelt. Parallel werden spätere Nutzung, Raumfunktionen, Möblierung, Bad, Küche und technische Wünsche definiert. So zeigt sich, welche Bestandsfragen für das Ziel relevant sind.
2. Bestand und Risiken
Maße, Höhen, Wände, Decken, Böden, Risse, Feuchtehinweise, Technik und historische Elemente werden dokumentiert. Notwendige Sondierungen und Schadstofferkundungen erfolgen vor zerstörenden Arbeiten. Aus den Ergebnissen entsteht eine Risikoliste mit Verantwortlichen und Fristen.
3. Freigaben klären
Tragwerk, WEG, Denkmalschutz, Erhaltungssatzung und andere Genehmigungsfragen werden mit den zuständigen Stellen bearbeitet. Verfahrensfreie Arbeiten bleiben an materielle Anforderungen gebunden. Eine mündliche Aussage ersetzt keinen erforderlichen Beschluss oder Bescheid.
4. Varianten entscheiden
Erhalt, Reparatur und Ersatz werden für kritische Bauteile gegenübergestellt. Grundrissvarianten verwenden denselben Bestandsstand. Pflichtmaßnahmen, sinnvolle Verbesserungen und Optionen werden getrennt. Der Artikel Komplettsanierung oder Einzelmaßnahmen hilft bei der Eingriffstiefe.
5. Ausführung planen
Elektro, Sanitär, Heizung, Trockenbau, Boden, Türen und Oberflächen werden in einem Planstand zusammengeführt. Bemusterung, Details und technische Schnittstellen sind freigegeben. Die Planung und Materialbemusterung kann diese Entscheidungen vor der Baustelle strukturieren.
6. Angebot und Vergabe
Alle Anbieter erhalten dieselben Unterlagen. Mengen, Qualitäten, Nebenleistungen, Ausschlüsse, Termine, Zahlungsplan und Nachtragsweg werden geklärt. Bei mehreren Gewerken kann ein Generalunternehmer für die Sanierung Schnittstellen bündeln; auch dann muss das Leistungsverzeichnis nachvollziehbar bleiben.
7. Schutz und Rückbau
Treppenhaus, Aufzug, Türen, Böden und historische Teile werden geschützt. Transport, Lagerung und Entsorgung sind vorbereitet. Der Rückbau folgt dem freigegebenen Schadstoffstand. Die Abbruch- und Demontagearbeiten werden von einer möglichen Schadstoffsanierung klar getrennt.
8. Rohbau und Ausbau
Technische Leitungen, Untergründe, Konstruktionen und Verstärkungen entstehen vor dem Schließen. Zwischenkontrollen dokumentieren verdeckte Leistungen. Danach folgen Putz, Trockenbau, Estrich, Abdichtung, Fliesen, Malerarbeiten, Böden und Türen in der festgelegten Reihenfolge. Die Bauleitung und Projektsteuerung führt Planstände und Übergaben zusammen.
9. Abnahme und Einzug
Vor der Schlussabnahme erfolgt eine interne Vorbegehung. Funktionen, sichtbare Qualität, Dokumentation und Restpunkte werden protokolliert. Nach fristgerechter Bearbeitung folgen Bauendreinigung, Möbelmontage und Einzug. Bei einer bewohnten Immobilie gelten zusätzliche Regeln aus bewohnte Wohnung sanieren.
Prüfhalte einbauen
Der Bauzeitenplan enthält kurze Haltepunkte nach Rückbau, vor dem Schließen von Installationen, vor Abdichtung, vor Bodenbelag und vor Endmontage. An jedem Punkt wird geprüft, ob der nächste Arbeitsschritt beginnen darf. Diese Termine sind keine unnötigen Pausen, sondern verhindern, dass verdeckte Fehler erst nach fertigen Oberflächen sichtbar werden. Verantwortlicher, Prüfkriterium und Dokumentation stehen vor Baustart fest.
Änderungsliste führen
Während der Ausführung werden neue Befunde, Kundenwünsche und Planabweichungen in einer gemeinsamen Liste geführt. Jede Zeile enthält Status, Entscheidung, Kosten- und Terminwirkung. Telefonate oder Baustellengespräche können Entscheidungen vorbereiten; verbindlich wird der dokumentierte Stand. So können Bauleitung, Eigentümer und Gewerke nachvollziehen, welche Version gilt.
Für ein projektbezogenes Vorgehen können Eigentümer Bestandsfotos und Grundriss übermitteln.
1. Gestaltung vor Bestandsprüfung
Materialien und Grundriss werden fest bestellt, obwohl Wände, Leitungen und Höhen unbekannt sind. Planung und Bestellung erhalten deshalb technische Freigabepunkte.
2. Altbau als einheitlichen Standard behandeln
Baujahr und Stil ersetzen keine Bauteilprüfung. Frühere Umbauten können den Aufbau stark verändert haben.
3. Denkmal und Erhaltungssatzung verwechseln
Beide Verfahren verfolgen unterschiedliche Ziele und besitzen eigene Zuständigkeiten. Zusätzlich können Bau- oder WEG-Fragen bestehen.
4. Verfahrensfrei mit beliebig verwechseln
Art. 57 BayBO kann bestimmte Vorhaben verfahrensfrei stellen. Andere Anforderungen an Statik, Brand-, Schall-, Denkmal- oder Eigentumsschutz bleiben trotzdem zu beachten.
5. Schadstoffe erst beim Abbruch prüfen
Eine verspätete Erkundung kann Arbeiten stoppen und Menschen gefährden. Verdachtsbereiche werden vor zerstörenden Tätigkeiten fachlich untersucht.
6. Feuchte nur überstreichen
Eine neue Oberfläche verdeckt die Ursache. Leitung, Fassade, Dach, Kondensat und Nutzung werden getrennt geprüft.
7. Originale nur mündlich schützen
Dielen, Stuck und Türen benötigen eine konkrete Schutz-, Ausbau- oder Reparaturposition. Ohne Leistung bleibt Verantwortung unklar.
8. Nur Quadratmeterpreise vergleichen
Installationen, Türen, Bad, Details und Logistik entstehen nicht proportional zur Wohnfläche. Verglichen werden vollständige Leistungen und Mengen.
9. Küche und Türen zu früh bestellen
Altbautoleranzen und neue Bodenhöhen können Aufmaße verändern. Bestellt wird erst nach Erreichen der vereinbarten Messgrundlage.
10. Gewerke einzeln planen
Elektro, Sanitär, Trockenbau, Putz, Boden und Türen greifen ineinander. Fehlende Schnittstellen führen zu Öffnungen und Nacharbeit.
11. Änderungen mündlich freigeben
Zusatzwünsche benötigen Umfang, Preis- und Terminwirkung. Eine kurze schriftliche Freigabe schützt beide Seiten vor unterschiedlichen Erinnerungen.
12. Einzug mit Fertigstellung gleichsetzen
Abnahme, Restarbeiten, Reinigung, Möblierung und notwendige Trocknung brauchen eigene Zeitfenster. Der Zieltermin wird rückwärts geplant.
Bestandsgrundlage nennen
Im Angebot stehen Besichtigungsdatum, verwendete Pläne und erkennbare Annahmen. So lässt sich später feststellen, ob ein neuer Befund bereits kalkuliert war oder tatsächlich außerhalb des Umfangs liegt.
Mengen sichtbar machen
Wand-, Boden- und Deckenflächen, Türen, Steckdosen, Anschlüsse und Details werden gezählt. Pauschalen bleiben auf Leistungen beschränkt, die sinnvoll pauschalierbar sind. Unbekannte Mengen erhalten eine Mess- oder Abrechnungsregel.
Qualität beschreiben
Material, Aufbau, Oberfläche und Endzustand werden verständlich festgelegt. Begriffe wie „Standard“, „hochwertig“ oder „komplett“ reichen nicht. Muster und Produktkennungen werden Teil der Freigabe.
Nebenleistungen prüfen
Schutz, Transport, Entsorgung, Gerüst, Baustelleneinrichtung, Revisionsöffnungen, Fugen, Reinigung und Dokumentation dürfen nicht zwischen Gewerken verschwinden. Die Endsumme ist erst vergleichbar, wenn diese Punkte enthalten oder ausdrücklich ausgeschlossen sind.
Bauherrenleistungen begrenzen
Eigenleistung benötigt einen klaren Umfang, Übergabezustand und Termin. Selbst ausgeführter Rückbau kann Folgegewerke blockieren, wenn Kleber, Befestigungen oder Entsorgung nicht vollständig bearbeitet wurden. Fachinstallationen und Schadstoffarbeiten sind keine geeigneten Lernfelder.
Schnittstellenmatrix nutzen
Für jedes Bauteil werden Vorbereitung, Ausführung, Prüfung und Folgegewerk zugeordnet. Beim Bad betrifft dies beispielsweise Untergrund, Installation, Abdichtung, Fliesen und Endmontage. Bei Boden und Tür werden Höhe, Zarge, Belag und Sockel gemeinsam betrachtet.
Planstände kontrollieren
Alle Beteiligten arbeiten mit derselben freigegebenen Version. Alte Varianten werden als ungültig markiert. Änderungen erhalten Datum, Verantwortlichen und Auswirkung auf Preis oder Termin.
Zahlungsplan mit Leistung verbinden
Abschläge orientieren sich an prüfbaren Meilensteinen, nicht nur an Kalendertagen. Verdeckte Arbeiten werden vor dem Schließen kontrolliert. Schlussrechnung, Restpunkte und Dokumentationsübergabe werden zusammen gedacht.
Kommunikationsweg festlegen
Auf beiden Seiten wird benannt, wer fachliche, gestalterische und kostenrelevante Entscheidungen treffen darf. Der regelmäßige Bericht kann Fotos, offene Entscheidungen, Terminabweichungen und Nachträge enthalten. Messenger, Telefon und E-Mail bleiben Kommunikationswege, aber der verbindliche Projektstand wird an einer Stelle nachgeführt. Das reduziert widersprüchliche Weisungen verschiedener Beteiligter.
Nachweise vor Vertrag prüfen
Je nach Leistung können Gewerbeanmeldung, fachliche Qualifikation, Versicherungsnachweis, Referenzen und erforderliche Zulassungen relevant sein. Entscheidend ist nicht ein allgemeines Werbeversprechen, sondern die Eignung für die konkret beauftragte Tätigkeit. Spezialleistungen werden an qualifizierte Unternehmen vergeben und vertraglich von den übrigen Ausbauleistungen abgegrenzt.
Abnahmeunterlagen definieren
Vor Auftrag wird festgelegt, welche Dokumente bei Übergabe erwartet werden: Revisionsstände, Produktinformationen, Pflegehinweise, Prüfprotokolle, Fotodokumentation oder Schlüssel. Nicht jedes Projekt braucht dieselbe Akte. Die Auswahl folgt den eingebauten Systemen und späteren Wartungsanforderungen. Fehlende Unterlagen werden wie andere Restpunkte mit Verantwortlichem und Frist erfasst.
Gewährleistung nicht mit Wartung verwechseln
Wartungsfugen, Filter, Beschichtungen oder bewegliche Teile können regelmäßige Pflege benötigen. Das bedeutet nicht automatisch einen Mangel, muss aber bei Übergabe erklärt sein. Umgekehrt darf ein Ausführungsfehler nicht pauschal als Wartung bezeichnet werden. Vertrag, Herstellerangaben und Abnahmezustand bilden die Grundlage für die Einordnung.
Referenzen sachlich prüfen
Unbelegte Ortsangaben oder erfundene Kundenprojekte sind kein Qualitätsnachweis. Aussagekräftig sind veröffentlichte Referenzen, genaue Leistungsbeschreibungen und nachvollziehbare Ansprechpartner. Dieser Artikel entfernt deshalb das bisher nicht belegte Haidhausen-Beispiel.
CTA: Unterlagen vorbereiten
Für eine erste Einschätzung helfen Grundriss, aktuelle Fotos, Baujahr, gewünschte Arbeiten, zu erhaltende Elemente und Zieltermin. Diese Unterlagen können über Altbausanierung mit BAYAZID vorbereiten gesendet werden.
BAYAZID Innenausbau begleitet Sanierungs- und Renovierungsprojekte in München, im Landkreis und im Umland abhängig vom vereinbarten Leistungsumfang. Bei Altbauten verbinden wir Bestandsaufnahme, Ausbauplanung, Rückbau, Trockenbau, Putz, Boden, Türen, Malerarbeiten und die Schnittstellen zu Sanitär und Elektro.
Das veröffentlichte BAYAZID-Leistungsspektrum zeigt die möglichen Gewerke. Statik, Genehmigungen, Denkmalschutz, Energieberatung, Schadstoffanalyse und andere besondere Fachnachweise werden von den dafür qualifizierten Stellen bearbeitet. Diese Zuständigkeiten werden im Angebot klar von der handwerklichen Ausführung getrennt.
Bei mehreren Beteiligten kann eine zentrale Koordination Planstände, Entscheidungen, Lieferungen und Übergaben ordnen. Einzelvergabe bleibt möglich, überträgt aber mehr Schnittstellensteuerung auf den Eigentümer. Entscheidend ist nicht das Etikett der Vergabeform, sondern ein vollständiger Umfang mit benannten Verantwortlichen.
BAYAZID nennt ohne Objektprüfung keinen verbindlichen Komplettpreis, keine feste Bauzeit und keine Garantie für verdeckte Bestandsbereiche. SIRADOS-Einheitspreise werden nur für exakt passende Leistungen verwendet. Der endgültige Angebotspreis entsteht aus Aufmaß, Qualität, Logistik und tatsächlichem Umfang.
Sie möchten wissen, welche Prüfungen vor einer Altbausanierung erforderlich sind? Über Altbauprojekt mit BAYAZID besprechen können Grundriss, Fotos und Eckdaten übermittelt werden. Daraus lässt sich der nächste Schritt – Besichtigung, Sondierung, Planung oder Angebot – sachlich ableiten.
Komplette Sanierung
- Vorteil: Technik, Grundriss, Untergründe und Oberflächen werden gemeinsam geplant.
- Vorteil: Doppelte Schutz- und Rückbauarbeiten können reduziert werden.
- Nachteil: Finanzierung, Freigaben und Nutzungsausfall sind umfangreicher.
- Nachteil: Mehr Entscheidungen und Liefertermine müssen vor Baustart feststehen.
Sanierung in Etappen
- Vorteil: Investitionen können zeitlich verteilt und dringende Bereiche vorgezogen werden.
- Vorteil: Einzelne Räume können je nach Nutzung früher fertiggestellt werden.
- Nachteil: Baustelleneinrichtung, Schutz und Übergänge können mehrfach anfallen.
- Nachteil: Ohne Gesamtplan entstehen spätere Öffnungen und Doppelarbeiten.
Renovierung
- Vorteil: Funktionsfähige Technik und Substanz bleiben erhalten.
- Vorteil: Eingriff und Nutzungsausfall können geringer sein.
- Nachteil: Verdeckte technische Schwächen werden nicht automatisch behoben.
- Nachteil: Neue und alte Bauteile müssen dauerhaft zusammenpassen.
Gebündelte Vergabe
Ein zentraler Vertragspartner kann mehrere Gewerke koordinieren. Das reduziert direkte Schnittstellen für den Eigentümer, ersetzt aber kein präzises Leistungsverzeichnis. Hinweise bietet Generalunternehmer bei der Sanierung.
Nur renovieren
Wenn Technik, Untergründe und Grundriss nachweislich geeignet sind, können Putz, Farbe, Boden, Türen und Ausstattung erneuert werden. Die Renovierung im Altbau darf keine technische Sanierung vortäuschen. Erhaltene Bauteile und ihre Grenzen bleiben im Angebot sichtbar.
Technik zuerst
Bei begrenztem Budget können Elektrik, Sanitär oder Heizung priorisiert werden. Der spätere Oberflächen- und Bodenplan muss trotzdem bekannt sein, damit Anschlüsse und Höhen vorbereitet werden. Neue Wände oder Böden werden nicht vor absehbaren Leitungsarbeiten fertiggestellt.
Historische Teile priorisieren
Stuck, Dielen oder Türen können geschützt und repariert werden, während andere Bereiche modern ausgebaut werden. Der Beitrag historische Substanz erhalten vertieft diese Gestaltungsstrategie.
Wohnung statt Gesamtgebäude
Eine Wohnungssanierung kann sich auf Sondereigentum beschränken, sofern gemeinschaftliche Bauteile und technische Abhängigkeiten geklärt sind. Eigentümertipps bietet Altbausanierung für Wohnungseigentümer.
Haus schrittweise sanieren
Bei einem gesamten Gebäude können Dach, Fassade, Fenster, Heizung und Innenräume nach einer Gesamtstrategie in Abschnitte gegliedert werden. Die Haussanierung in München planen betrachtet Lage, Nachbarschaft und Gebäudebedingungen.
Vor Kauf nur prüfen
Vor einer Kaufentscheidung kann eine strukturierte Bestands- und Unterlagenprüfung sinnvoller sein als eine voreilige Entwurfsplanung. Sie zeigt nicht jede verdeckte Leistung, aber entscheidende Risiken, fehlende Unterlagen und mögliche Freigaben. Erst danach wird der gewünschte Umfang belastbar geplant.
Gute Tipps werden zu Prüfpunkten
Eine Altbausanierung in München wird planbar, wenn aus allgemeinen Empfehlungen konkrete Unterlagen, Verantwortliche und Fristen entstehen. Bestand, Eigentumsgrenzen, Denkmalschutz, Erhaltungssatzung, Schadstoffe und technische Schnittstellen werden vor der Vergabe geprüft. Historische Teile erhalten definierte Schutz- und Reparaturleistungen.
Für die Kosten zählt nicht die Wohnfläche allein, sondern der vollständige Leistungsumfang. Das SIRADOS-Archiv liefert präzise Einzelpositionen, aber keinen universellen Altbau-Komplettpreis. Angebote werden deshalb über Mengen, Aufbau, Nebenleistungen, Ausschlüsse und Nachtragsregeln verglichen.
Nächster Schritt
Sammeln Sie Grundriss, Fotos, Baujahr, Eigentumsform, gewünschte Maßnahmen und zu erhaltende Details. Markieren Sie anschließend, welche Punkte belegt, zu prüfen oder noch zu entscheiden sind. Wenn Sie daraus einen Projektumfang entwickeln möchten, können Sie Altbausanierung mit BAYAZID starten.
Ihr Ansprechpartner in München
Wie beginnt eine Altbausanierung in München?
Mit Unterlagen, Nutzungsplanung und Bestandsaufnahme. Bauakte, Grundriss, Eigentumsverhältnisse, Bauteile, Technik und mögliche Schadstoffe werden geprüft. Erst danach entstehen Ausführungsplanung und vergleichbare Angebote.
Was kostet eine Altbausanierung in München?
Ein belastbarer Gesamtpreis benötigt Aufmaß, Zustand und festgelegten Umfang. SIRADOS enthält einzelne Positionen, aber keinen universellen Komplettpreis. Rückbau, Untergrund, Technik, Bad, Böden, Türen, Logistik und Fachprüfungen werden objektbezogen kalkuliert.
Brauche ich eine Baugenehmigung?
Das hängt von der Maßnahme ab. Bestimmte Änderungen können nach Art. 57 BayBO verfahrensfrei sein. Andere Vorschriften, Denkmalschutz, Erhaltungssatzung, WEG, Statik, Brand- oder Schallschutz bleiben trotzdem zu prüfen.
Was gilt bei einem denkmalgeschützten Altbau?
Veränderungen an einem Baudenkmal benötigen grundsätzlich eine denkmalschutzrechtliche Erlaubnis. Der Schutz kann auch das Innere umfassen. Die konkrete Maßnahme wird früh mit der Unteren Denkmalschutzbehörde abgestimmt.
Was bedeutet Erhaltungssatzung in München?
In den entsprechenden Gebieten können Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen genehmigungspflichtig sein. Zuständigkeit und Unterlagen unterscheiden sich vom Denkmalschutz. Der genaue Standort und Umfang werden vor Auftrag geprüft.
Muss vor dem Rückbau auf Asbest geprüft werden?
Bei älteren Gebäuden und verdächtigen Materialien ist vor zerstörenden Arbeiten eine geeignete Erkundung erforderlich. Baujahr, Umbauzeitpunkte, Material und Eingriff werden bewertet. Proben und Analysen gehören in fachkundige Hände.
Lassen sich Dielen und Stuck erhalten?
Oft ja, wenn Zustand, Untergrund und neue Nutzung zusammenpassen. Schutz, Reparatur und gewünschte Oberfläche werden als konkrete Leistungen beschrieben. Für nicht erhaltensfähige Stellen wird vorab eine Ergänzungs- oder Ersatzregel festgelegt.
Kann der Grundriss verändert werden?
Nach Prüfung von Wandfunktion, Leitungen, Eigentumsgrenzen, Statik, Brand- und Schallschutz sowie Genehmigungen. Auch eine nichttragende Wand kann technische oder rechtliche Schnittstellen besitzen. Möblierung und Bodenhöhen werden mitgeplant.
Wie lange dauert eine Altbausanierung?
Die Dauer hängt von Planung, Freigaben, Lieferzeiten, Rückbau, Befunden, Trocknung und Gewerken ab. Eine Oberflächenrenovierung ist nicht mit einer kompletten technischen Sanierung vergleichbar. Abnahme und Restarbeiten benötigen eigene Zeitfenster.
Ist eine Sanierung in Etappen sinnvoll?
Ja, wenn die Abschnitte technisch trennbar sind und ein Gesamtplan existiert. Leitungen, Bodenhöhen und Übergänge müssen spätere Arbeiten vorbereiten. Ohne Gesamtplan können neue Oberflächen erneut geöffnet werden.
Was gehört in ein Altbau-Angebot?
Bestandsgrundlage, Mengen, Materialien, Qualitätsstufen, Schutz, Rückbau, Entsorgung, Untergründe, Technik, Schnittstellen, Prüfungen, Ausschlüsse, Termine und Nachtragsweg. Offene Bereiche erhalten eine Annahme oder einen Prüfpunkt.
Welche Unterlagen benötigt BAYAZID?
Hilfreich sind Grundriss, aktuelle Fotos, Baujahr, Standort, Eigentumsform, gewünschte Maßnahmen, zu erhaltende Details und Zieltermin. Über die Kontaktseite für Altbausanierungen können diese Angaben übermittelt werden.
Das folgende Szenario ist ein neutrales Planungsbeispiel und keine bestätigte BAYAZID-Kundenreferenz. Es enthält keine feste Bauzeit, Kosten- oder Ergebnisgarantie.
Eine Eigentümerin erwägt den Kauf einer Münchner Altbauwohnung. Bad, Küche, Elektrik und Oberflächen sollen erneuert werden. Dielen, Stuck und Flügeltüren sollen möglichst erhalten bleiben. Der Grundriss wirkt passend, doch Bauakte, Teilungserklärung und Bodenaufbau sind noch nicht vollständig geprüft.
Erste Variante: Erhalt
Der Grundriss bleibt unverändert. Technik und Oberflächen werden erneuert, historische Teile geschützt und aufgearbeitet. Diese Variante reduziert Eingriffe, setzt aber voraus, dass Leitungswege, Untergründe und vorhandene Bauteile geeignet sind.
Zweite Variante: Anpassung
Eine nichttragende Wand soll versetzt, das Bad erweitert und die Küche geöffnet werden. Dafür werden Wandfunktion, Leitungen, Lüftung, Bodenhöhe und Eigentumsgrenzen geprüft. Der Ausbauumfang steigt nicht nur durch die neue Wand, sondern auch durch Folgearbeiten an Boden, Decke, Elektro und Oberflächen.
Dritte Variante: Etappen
Zuerst werden Elektrik und Bad saniert, später Böden und Oberflächen. Ein Gesamtplan legt bereits in Phase eins Anschlüsse, Bodenhöhen und Schutz fest. Ohne diesen Plan müssten neue Bereiche möglicherweise später wieder geöffnet werden.
Entscheidung
Alle Varianten verwenden denselben Bestandsstand und zeigen Pflichtmaßnahmen, Optionen und Risiken getrennt. Erst nach Bauakten-, Eigentums- und Sondierungsprüfung wird eine Ausführung ausgewählt. Das Beispiel verdeutlicht, warum die richtige Altbausanierung nicht mit einer pauschalen Quadratmetersumme beginnt.

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