Kosten pro m²
Für eine Wohnungssanierung in München beginnen unverbindliche Brutto-Richtwerte je nach Sanierungstiefe bei etwa 950 €/m² für eine Teilsanierung, 1.450 €/m² für eine umfassende Sanierung und 1.950 €/m² für eine Komplettsanierung. Bei hochwertiger Ausstattung liegen die entsprechenden Einstiegspunkte bei ungefähr 1.350 €/m², 2.150 €/m² und 2.950 €/m². Entscheidend ist nicht allein die Wohnfläche, sondern welche Räume, Bauteile und technischen Anlagen tatsächlich erneuert werden.
Die folgende Tabelle beantwortet die Frage nach den Wohnungssanierung München Kosten pro m² direkt. Sie dient der ersten Budgeteinordnung für Eigentümer. Ein verbindlicher Preis entsteht erst nach Besichtigung, Aufmaß, Prüfung des Bestands und Festlegung des gewünschten Leistungsumfangs.
| Sanierungstiefe | Standard ab | Hochwertig ab | Typischer Leistungsumfang |
|---|---|---|---|
| Teilsanierung | 950 €/m² brutto | 1.350 €/m² brutto | Einzelne Räume, Oberflächen, Boden, ausgewählte Installationen oder Badbereiche |
| Umfassende Sanierung | 1.450 €/m² brutto | 2.150 €/m² brutto | Mehrere Räume, größere technische Anpassungen, Bad, Boden, Wände und Decken |
| Komplettsanierung | 1.950 €/m² brutto | 2.950 €/m² brutto | Rückbau, Technik, Ausbau und Oberflächen als koordiniertes Gesamtprojekt |
Die genannten Werte sind unverbindliche Brutto-Richtwerte je Quadratmeter Wohnfläche. Kleine Wohnungen, mehrere Bäder, schwierige Zugänge, Altbaubefunde oder hochwertige Sonderausstattung können den Quadratmeterpreis erhöhen. Bei größeren, gut zugänglichen und technisch klar dokumentierten Wohnungen kann sich die Kalkulation günstiger verteilen.
Dieser Beitrag behandelt ausschließlich die Kostenlogik pro Quadratmeter. Leistungen, Vorteile und die direkte Projektanfrage finden Eigentümer auf der Landingpage Wohnungssanierung München. Den vollständigen Ablauf, die Dauer und die Gewerke einer Komplettsanierung erklärt der separate Beitrag Komplettsanierung Wohnung München.

Ein Quadratmeterpreis wirkt zunächst einfach: Wohnfläche mal Richtwert ergibt ein Budget. Diese Rechnung ist aber nur sinnvoll, wenn die zugrunde liegende Sanierungstiefe klar definiert ist. Eine Wohnung mit neuen Boden- und Wandoberflächen ist nicht mit einer Wohnung vergleichbar, bei der Elektro, Sanitär, Bad, Grundriss und sämtliche Ausbaugewerke erneuert werden.
Genau hier entstehen bei der Suche nach Wohnungssanierung Kosten pro qm falsche Erwartungen. Begriffe wie Renovierung, Teilsanierung, umfassende Sanierung und Komplettsanierung werden häufig unterschiedlich verwendet. Ein günstiger Wert kann nur sichtbare Arbeiten enthalten. Ein höherer Wert kann zusätzlich Rückbau, Schutzmaßnahmen, Entsorgung, Installationen, Abdichtung, Bauleitung und Abschlussarbeiten berücksichtigen.
Das Ziel dieses Kostenratgebers ist deshalb eine nachvollziehbare Einordnung: Eigentümer sollen erkennen, welche Sanierungstiefe zu ihrem Vorhaben passt, welche Kostenblöcke enthalten sein müssen und wann ein pauschaler Quadratmeterwert nicht mehr ausreicht. Der Beitrag bleibt bewusst auf Wohnungssanierung München Kosten pro m² fokussiert und übernimmt nicht die allgemeine Leistungsbeschreibung der Wohnungssanierungs-Landingpage.
Für ein belastbares Angebot werden vorhandene Pläne, Fotos, Wohnfläche, gewünschte Arbeiten und Ausstattungsniveau zusammengeführt. Danach wird geprüft, welche Leistungen sicher kalkulierbar sind und welche Punkte erst nach einer Besichtigung oder Bauteilöffnung abschließend bewertet werden können.
Eine weitere Fehlerquelle ist die Vermischung von Instandhaltung und Verbesserung. Der Austausch eines beschädigten Bodenbelags folgt einer anderen Kalkulation als eine neue Fußbodenheizung mit verändertem Bodenaufbau. Ebenso unterscheidet sich der Ersatz einzelner Sanitärobjekte von einer vollständigen Badsanierung mit neuen Leitungen und Abdichtung. Für die Kostenfrage muss deshalb jedes gewünschte Ergebnis mit den dafür notwendigen Vorleistungen verbunden werden.
Der passende Richtwert wird nicht nach dem gewünschten Budget ausgewählt, sondern nach dem tatsächlichen Eingriff. Reicht das Budget nicht für den vollständigen Umfang, werden Leistungen priorisiert oder in sinnvolle Bauabschnitte getrennt. Technisch notwendige Arbeiten dürfen dabei nicht durch sichtbare Ausstattungswünsche verdrängt werden.
Teilsanierung
Bei einer Teilsanierung werden einzelne Räume oder klar abgegrenzte Bauteile modernisiert. Typische Beispiele sind neue Bodenbeläge, Malerarbeiten, der Austausch einzelner Türen, Anpassungen an Elektroanschlüssen oder eine gezielte Badmodernisierung. Der Richtwert ab 950 €/m² setzt voraus, dass der Bestand weitgehend nutzbar bleibt und keine umfassenden technischen oder konstruktiven Eingriffe notwendig werden.
Umfassende Sanierung
Eine umfassende Sanierung betrifft mehrere Räume und verbindet sichtbare Arbeiten mit größeren technischen Anpassungen. Dazu können Bad, Boden, Trockenbau, Putz, Malerarbeiten, Teile der Elektro- und Sanitärinstallation sowie Änderungen an Türen oder Raumaufteilung gehören. Der Einstieg ab 1.450 €/m² passt zu Projekten, bei denen wesentliche Bereiche erneuert werden, die Wohnung aber nicht vollständig zurückgebaut wird.
Komplettsanierung
Bei einer Komplettsanierung werden Rückbau, Installationen, Ausbau und Oberflächen als zusammenhängendes Projekt geplant. Der Richtwert ab 1.950 €/m² berücksichtigt einen deutlich größeren Leistungsumfang als eine normale Renovierung. Wie weit tatsächlich entkernt wird, entscheidet der Bestand. Weitere Details zu Gewerken und Dauer stehen im Leitfaden zur Komplettsanierung einer Wohnung.
Hochwertige Ausführung
Hochwertige Materialien, großformatige Fliesen, besondere Oberflächen, Lichtplanung, Maßanfertigungen, Smart-Home-Vorbereitung oder anspruchsvolle Badlösungen erhöhen die Einstiegswerte. Entscheidend ist nicht die Bezeichnung „Premium“, sondern eine konkrete Material- und Leistungsbeschreibung. Nur so lässt sich prüfen, welche Mehrkosten tatsächlich aus Qualität und welche aus zusätzlichem Arbeitsumfang entstehen.
Die Sanierungstiefe muss vor dem Preisvergleich feststehen. Erst danach können Angebote auf derselben Basis verglichen werden. Eine Aufstellung nach einzelnen Kostenblöcken verhindert, dass fehlende Leistungen erst während der Baustelle sichtbar werden.
Standard und hochwertig
Die beiden Ausstattungsstufen in der Tabelle beschreiben unterschiedliche Einstiegspunkte. „Standard“ bedeutet nicht billig, sondern eine funktionale, marktübliche und klar definierte Ausführung. „Hochwertig“ berücksichtigt anspruchsvollere Materialien, mehr Planungsaufwand, zusätzliche Details und eine aufwendigere Verarbeitung. Produktnamen allein reichen für diese Einordnung nicht aus. Fliesenformat, Fugenbild, Armaturenserie, Türblatt, Beschlag, Bodenaufbau und Oberflächenqualität müssen beschrieben werden.
Welche Kostenblöcke dazugehören
Eine vollständige Kostenübersicht trennt Planung, Prüfung, Schutz, Rückbau, Entsorgung, technische Installationen, Ausbau, Oberflächen, Logistik, Bauleitung und Reinigung. Je nach Wohnung kommen Statik, Brandschutz, Schallschutz, Feuchteprüfung oder Abstimmungen mit der Wohnungseigentümergemeinschaft hinzu. Diese Blöcke werden nicht automatisch in jedem Projekt benötigt, müssen aber vor dem Vergleich bewusst geprüft werden.
Was kostet Ihr Bauvorhaben?
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Bad und Küche
Bad und Küche beeinflussen die Sanierungskosten stärker als reine Wohn- oder Schlafräume. Leitungen, Abdichtung, Fliesen, Sanitärobjekte, Anschlüsse, Lüftung und viele kleine Arbeitsbereiche führen zu einem hohen Aufwand auf relativ kleiner Fläche. Zwei Wohnungen mit gleicher Wohnfläche können deshalb deutlich unterschiedliche Kosten pro Quadratmeter haben, wenn die Zahl und Größe der Nassräume abweichen.
Elektro und Sanitär
Alte Leitungen, eine unzureichende Unterverteilung, zusätzliche Stromkreise, neue Steckdosen, veränderte Wasseranschlüsse oder neue Heizkörper erhöhen den technischen Anteil. Werden Installationen nur ergänzt, bleibt der Aufwand niedriger als bei einer vollständigen Erneuerung. Vor dem Angebot muss klar sein, welche Leitungen erhalten, geprüft, erweitert oder ersetzt werden.
Grundriss und Rückbau
Neue Raumaufteilungen erfordern Rückbau, Entsorgung, neue Wände, angepasste Leitungswege und Wiederherstellung angrenzender Flächen. Bei tragenden Bauteilen kommen Planung, Nachweise und gegebenenfalls Genehmigungen hinzu. Ein Quadratmeterwert kann solche Eingriffe nur abbilden, wenn sie ausdrücklich in der Sanierungstiefe enthalten sind.
Untergründe
Unebene Böden, gerissener Putz, Feuchteschäden, unbekannte Schichten oder schadstoffverdächtige Baustoffe verändern den Aufwand. Sichtbare Oberflächen sagen nicht zuverlässig, ob der Untergrund direkt belegt oder beschichtet werden kann. Deshalb gehören Prüfungen und notwendige Vorarbeiten als eigene Positionen in das Angebot.
Wohnungsgröße
Kleine Wohnungen haben häufig höhere Kosten pro Quadratmeter. Baustelleneinrichtung, Anfahrt, Schutzmaßnahmen, Bad, Küche und technische Grundarbeiten verteilen sich auf weniger Fläche. Bei größeren Wohnungen können sich einige Fixkosten besser verteilen. Dieser Effekt gilt jedoch nur, wenn der Leistungsumfang pro Raum vergleichbar bleibt.
Münchner Logistik
Etage, Aufzug, Treppenhaus, Zufahrt, Parkmöglichkeiten, Lagerfläche und Hausordnung wirken sich auf Transport und Arbeitsablauf aus. In bewohnten Gebäuden sind Staubschutz, Ruhezeiten und tägliche Reinigung besonders wichtig. Diese Bedingungen gehören zur Kalkulation und dürfen nicht erst nach Vertragsabschluss ergänzt werden.
Material und Details
Der Preisunterschied entsteht nicht nur durch den Einkaufspreis eines Produkts. Formate, Verlegebilder, Zuschnitte, Profile, Anschlussdetails und notwendige Vorarbeiten beeinflussen die Arbeitszeit. Eine hochwertige, aber einfach verarbeitbare Lösung kann wirtschaftlicher sein als ein günstiges Produkt mit hohem Zusatzaufwand.
Baujahr und Dokumentation
Bei gut dokumentierten neueren Wohnungen sind Leitungswege, Konstruktionen und Aufbauhöhen häufig leichter einzuschätzen. Im Altbau können frühere Umbauten, unterschiedliche Untergründe und nicht dokumentierte Installationen zusätzlichen Prüfbedarf auslösen. Das Baujahr allein bestimmt den Preis jedoch nicht. Eine gepflegte Altbauwohnung kann kalkulierbarer sein als eine jüngere Wohnung mit mehreren unsachgemäßen Umbauten.
WEG und Gemeinschaftseigentum
Bei Eigentumswohnungen muss geklärt werden, welche Bauteile zum Gemeinschaftseigentum gehören und welche Zustimmungen erforderlich sind. Eingriffe an Fenstern, Fassade, tragenden Bauteilen, Steigleitungen oder gemeinschaftlichen Anlagen können zusätzliche Planung und Abstimmung verursachen. Beschlussfristen und Unterlagen beeinflussen nicht nur die Kosten, sondern auch den möglichen Baustart.
Leer oder bewohnt
Eine leer stehende Wohnung lässt sich meist effizienter sanieren. Bei einer bewohnten Wohnung müssen Arbeitsbereiche getrennt, Möbel geschützt, Wege täglich gereinigt und einzelne Funktionen erhalten werden. Der Ablauf wird kleinteiliger und verlängert sich. Eine umfassende oder komplette Sanierung ist deshalb häufig wirtschaftlicher, wenn die Wohnung für die Bauzeit vollständig geräumt ist.
Termin und Beschaffung
Ein sehr enger Termin kann zusätzliche Kosten verursachen, wenn mehrere Teams parallel arbeiten, Zwischenleistungen besonders schnell freigegeben oder Materialien kurzfristig beschafft werden müssen. Eine frühzeitige Bemusterung reduziert dieses Risiko. Türen, Fliesen, Sanitärobjekte, Beschläge und Sonderanfertigungen sollten feststehen, bevor ihre Lieferzeit den Bauablauf bestimmt.
Wer den Umfang bereits kennt, kann über die Wohnungssanierung München für Eigentümer Leistungen einordnen und die Projektanfrage vorbereiten.

Die einfache Formel
Für die erste Budgetplanung gilt: Wohnfläche × passender Brutto-Richtwert = erste Kosteneinordnung. Eine 80 m² große Wohnung ergibt damit bei einer Standard-Teilsanierung ab etwa 76.000 €, bei einer umfassenden Sanierung ab etwa 116.000 € und bei einer Komplettsanierung ab etwa 156.000 €. Diese Beträge sind keine Angebote, sondern rechnerische Einstiegspunkte auf Basis der beschriebenen Sanierungstiefen.
| Wohnfläche | Teilsanierung ab | Umfassend ab | Komplett ab |
|---|---|---|---|
| 60 m² | 57.000 € brutto | 87.000 € brutto | 117.000 € brutto |
| 80 m² | 76.000 € brutto | 116.000 € brutto | 156.000 € brutto |
| 100 m² | 95.000 € brutto | 145.000 € brutto | 195.000 € brutto |
Vom Richtwert zum Angebot
Im nächsten Schritt wird die Summe nach Kostenblöcken aufgeteilt: Planung und Prüfung, Schutz und Rückbau, Elektro, Sanitär und Heizung, Bad, Trockenbau und Putz, Boden, Türen, Malerarbeiten, Baustellenlogistik, Bauleitung und Abschlussarbeiten. Für jeden Block werden Menge, Qualität und Abgrenzung festgelegt.
Bekannte Leistungen, echte Optionen und noch offene Bestandsrisiken müssen getrennt werden. So bleibt erkennbar, ob eine spätere Änderung durch einen zusätzlichen Wunsch, eine höhere Ausstattung oder einen erst nach Öffnung sichtbaren Befund verursacht wurde. Ein professionelles Angebot zeigt außerdem, ob Umsatzsteuer, Entsorgung, Schutz, Anlieferung und Dokumentation enthalten sind.
So sollte das Angebot aufgebaut sein
Ein professionelles Angebot benennt für jede Leistung Menge, Einheit, Material oder Qualitätsmerkmal sowie die erforderliche Vor- und Nachleistung. Pauschalen sind nur dort sinnvoll, wo der Umfang eindeutig beschrieben ist. Noch nicht prüfbare Arbeiten werden als Bedarfsposition, Option oder klar benannte Annahme dargestellt. Dadurch bleibt sichtbar, welcher Teil fest vereinbart und welcher Teil von einem späteren Befund abhängig ist.
Reserve richtig verwenden
Eine Reserve dient ausschließlich bekannten Unsicherheiten des Bestands und nicht automatisch zusätzlichen Ausstattungswünschen. Sinnvoll ist eine Freigaberegel: Erst nach definierten Prüfungen wird entschieden, ob der Puffer benötigt wird oder für optionale Leistungen verfügbar bleibt. Auftragssumme, bereits freigegebene Änderungen, offene Entscheidungen und verbleibende Reserve sollten während des Projekts getrennt ausgewiesen werden.
Preis und Wert trennen
Der höchste Quadratmeterpreis ist nicht automatisch die beste Lösung, der niedrigste nicht automatisch die wirtschaftlichste. Entscheidend ist, ob notwendige Technik, gewünschte Nutzung, Haltbarkeit und sichtbare Qualität in einem schlüssigen Verhältnis stehen. Eine Einsparung ist sinnvoll, wenn sie den Leistungsumfang bewusst reduziert. Sie ist riskant, wenn nur notwendige Vorarbeiten aus dem Angebot verschwinden.
Kosten für Ihr Projekt vorab kalkulieren
Erhalten Sie in wenigen Schritten eine erste unverbindliche Kostenschätzung für Ihr Bauvorhaben.

1. Ziel festlegen
Zunächst wird bestimmt, ob eine Teil-, umfassende oder Komplettsanierung geplant ist. Räume, Bauteile und gewünschte Qualität werden schriftlich erfasst.
2. Bestand prüfen
Grundriss, Wohnfläche, Fotos, Installationen, Untergründe und Zugänglichkeit werden aufgenommen. Offene Punkte erhalten einen festen Prüfzeitpunkt.
3. Richtwert wählen
Der passende Quadratmeterwert wird nur für die erste Budgetprüfung verwendet. Er muss zur tatsächlichen Sanierungstiefe passen und darf nicht aus einem anderen Projekttyp übernommen werden.
4. Leistungen gliedern
Das Projekt wird in Kostenblöcke und nachvollziehbare Einzelpositionen zerlegt. Materialien, Mengen, Vorarbeiten und Nebenleistungen werden beschrieben.
5. Angebot prüfen
Angebote werden nicht nur nach Endsumme verglichen. Entscheidend sind identischer Umfang, gleiche Qualitätsstufe, erkennbare Ausschlüsse und ein schriftlicher Umgang mit Bestandsrisiken.
6. Kosten steuern
Während der Ausführung werden Auftragssumme, freigegebene Änderungen, offene Entscheidungen und verbleibender Puffer getrennt fortgeschrieben. Änderungen werden vor Ausführung bewertet und freigegeben.
Nach jeder technischen Öffnung oder Planfreigabe wird geprüft, ob die Kalkulationsgrundlage noch stimmt. Mengenänderungen werden nachvollziehbar dokumentiert. Vor der Schlussrechnung werden ausgeführte Leistungen, vereinbarte Änderungen und offene Mängel gemeinsam abgeglichen. So bleibt die Kostenentwicklung von der ersten Richtwertprüfung bis zur Abnahme nachvollziehbar.

Falsche Vergleichsbasis
Ein Teilsanierungswert wird auf eine vollständige technische Erneuerung übertragen. Dadurch wirkt das erste Budget unrealistisch niedrig.
Bad und Küche unterschätzt
Die beiden kostenintensivsten Bereiche werden wie normale Wohnfläche behandelt, obwohl Leitungen, Abdichtung, Anschlüsse und viele Einzelschritte erforderlich sind.
Nebenleistungen fehlen
Schutz, Transport, Entsorgung, Baustelleneinrichtung, Prüfungen, Trocknung und Abschlussreinigung sind nicht eindeutig enthalten.
Netto und brutto verwechselt
Privatpersonen müssen prüfen, ob ein Wert Umsatzsteuer enthält. Die Richtwerte in diesem Beitrag sind ausdrücklich brutto ausgewiesen.
Änderungen zu spät entschieden
Materialien, Anschlüsse oder Grundrissdetails werden während der Ausführung geändert. Das verursacht neue Bestellungen, zusätzliche Arbeit und Terminverschiebungen.
Nur die Endsumme verglichen
Das günstigste Angebot kann wesentliche Leistungen ausschließen. Vergleichbar sind Angebote erst, wenn Umfang, Mengen, Qualität und Nebenleistungen übereinstimmen.
Fordern Sie Angebote mit derselben Leistungsgrundlage an. Eine kurze Anfrage wie „80 m² Wohnung komplett sanieren“ reicht nicht aus. Sinnvoll sind Grundriss, Fotos, Baujahr, Etage, Aufzug, gewünschte Räume, technische Änderungen, Materialniveau und gewünschter Zeitraum.
Prüfen Sie jede Position auf Menge, Einheit, Material, Vorleistung und sichtbares Endergebnis. Begriffe wie „malerfertig“, „Bad erneuern“ oder „Boden komplett“ müssen genauer beschrieben werden. Achten Sie außerdem auf Schutzmaßnahmen, Entsorgung, Anlieferung, Prüfungen und Reinigung.
Optionen sollten nicht in der Grundsumme versteckt werden. Eine optionale Grundrissänderung, hochwertigere Fliese oder zusätzliche Lichtplanung erhält einen eigenen Preis. So können Sie Ausstattung verändern, ohne die technisch notwendigen Leistungen aus dem Blick zu verlieren.
Achten Sie auf realistische Zahlungs- und Freigabeschritte. Abschläge sollten zum tatsächlichen Projektfortschritt passen. Änderungen brauchen vor der Ausführung eine verständliche Beschreibung ihrer Kosten- und Terminfolgen. Bei Materialien ist außerdem zu klären, wer bestellt, wer die Lieferzeit trägt und wie mit beschädigten oder verspäteten Produkten umgegangen wird.
Ein gutes Angebot lässt sich nicht nur unterschreiben, sondern auch während der Baustelle steuern. Zuständigkeiten für Planung, Bemusterung, Fachprüfungen und Abnahme müssen deshalb ebenso klar sein wie die Preise.
Wenn Sie bereits Unterlagen haben, können Sie über die Projektanfrage an BAYAZID eine objektbezogene Prüfung und ein strukturiertes Angebot für Ihre Wohnung in München anfragen.
BAYAZID Innenausbau GmbH begleitet Wohnungssanierungen in München von der Bestandsaufnahme bis zur Übergabe. Planung, Rückbau, Trockenbau, Bad, Boden, Fliesen, Türen, Malerarbeiten und die Koordination beteiligter Fachgewerke werden zu einem nachvollziehbaren Leistungsrahmen verbunden.
Für die Kostenplanung bedeutet das: Quadratmeterwerte dienen zunächst der Einordnung. Das konkrete Angebot entsteht anschließend aus dem geprüften Bestand, den vereinbarten Mengen, der Materialauswahl und den notwendigen Nebenleistungen. Eigentümer erhalten damit keine unklare Pauschale, sondern eine prüfbare Grundlage für Entscheidung und Ausführung.
Vorteile
- Schnelle erste Budgetkontrolle
- Vergleich verschiedener Sanierungstiefen
- Frühe Prüfung, ob Wohnfläche und Budget grundsätzlich zusammenpassen
- Hilfreiche Vorbereitung für Besichtigung und Angebot
Nachteile
- Bad, Küche und Technik werden nur vereinfacht verteilt
- Bestandsrisiken bleiben vor der Prüfung offen
- Materialqualität und Nebenleistungen können unterschiedlich definiert sein
- Der Wert ersetzt kein Aufmaß und keine Leistungsbeschreibung
Der Quadratmeterpreis ist daher ein Startpunkt, kein Vertragspreis. Je konkreter das Projekt wird, desto stärker muss die Kalkulation auf Leistungen und Mengen umgestellt werden.

Neben dem Quadratmeterwert gibt es drei genauere Methoden. Eine Raumkalkulation trennt Bad, Küche und Wohnräume. Eine Kostenblock-Kalkulation gliedert Technik, Rückbau, Ausbau und Oberflächen. Ein detailliertes Leistungsverzeichnis verwendet konkrete Mengen und Leistungen.
Für die frühe Entscheidung reicht häufig der Quadratmeterwert. Für die Vergabe ist eine gegliederte Kalkulation besser, weil Ausschlüsse und Qualitätsunterschiede sichtbar werden. Die Wohnungssanierungs-Landingpage zeigt den Leistungsrahmen; dieser Blog bleibt die vertiefende Kostenquelle.
Die Wohnungssanierung München Kosten pro m² beginnen je nach Sanierungstiefe bei etwa 950 €, 1.450 € oder 1.950 € brutto. Hochwertige Ausführungen starten entsprechend höher. Für ein belastbares Angebot müssen Wohnfläche, Bestand, Technik, Räume, Material und Logistik gemeinsam geprüft werden. Über die Projektanfrage können Eigentümer Grundriss, Fotos und gewünschten Umfang an BAYAZID übermitteln.
Passende Umsetzung für Ihr Projekt
Sie planen die Sanierung oder umfassende Modernisierung einer Wohnung? Auf unserer Leistungsseite zur Wohnungssanierung in München finden Sie den ausführbaren Leistungsumfang, den Projektablauf, Preisorientierungen und die direkte Projektanfrage. Wohnungssanierung München
Ihr Ansprechpartner in München
Was kostet eine Wohnungssanierung in München pro m²?
Als unverbindliche Brutto-Richtwerte beginnen Teilsanierungen bei etwa 950 €/m², umfassende Sanierungen bei etwa 1.450 €/m² und Komplettsanierungen bei etwa 1.950 €/m². Ausstattung und Bestand können die Werte erhöhen.
Sind die genannten Preise brutto oder netto?
Die Quadratmeterwerte in diesem Beitrag sind Brutto-Richtwerte und enthalten die gesetzliche Umsatzsteuer. Sie sind keine verbindlichen Angebote.
Warum sind kleine Wohnungen pro m² häufig teurer?
Bad, Küche, Baustelleneinrichtung, Schutz und technische Grundarbeiten verteilen sich auf weniger Wohnfläche. Dadurch steigt der rechnerische Quadratmeterpreis.
Was ist in einer Teilsanierung enthalten?
Eine Teilsanierung betrifft einzelne Räume oder klar abgegrenzte Leistungen, etwa Oberflächen, Boden, Türen oder ausgewählte Installationen. Der genaue Umfang muss im Angebot beschrieben werden. Technische Anlagen, die erhalten bleiben, sollten trotzdem auf erkennbare Schnittstellen geprüft werden.
Was zählt als umfassende Sanierung?
Sie verbindet mehrere Räume und Ausbauarbeiten mit größeren technischen Anpassungen, ohne die Wohnung zwingend vollständig zurückzubauen. Typisch sind Bad, Boden, Wände, Decken und Teile der Elektro- oder Sanitärinstallation.
Was gehört zu einer Komplettsanierung?
Typisch sind Rückbau, Elektro und Sanitär, Bad, Trockenbau, Putz, Böden, Türen und Malerarbeiten. Welche Bauteile tatsächlich erneuert werden, entscheidet der geprüfte Bestand. Schutz, Entsorgung, Logistik, Prüfungen und Bauleitung müssen zusätzlich eindeutig zugeordnet sein.
Wie berechne ich ein erstes Budget?
Multiplizieren Sie die Wohnfläche mit dem Richtwert der passenden Sanierungstiefe. Für 80 m² ergeben sich beispielsweise ab 76.000 €, 116.000 € oder 156.000 € brutto.
Welche Räume erhöhen den Preis besonders?
Bad und Küche sind wegen Leitungen, Anschlüssen, Abdichtung, Fliesen und vieler Einzelschritte besonders kostenintensiv.
Wie wirken sich Altbaubefunde aus?
Unebene Untergründe, alte Leitungen, unbekannte Schichten, Feuchte oder Schadstoffe können zusätzliche Prüfungen und Arbeiten verursachen. Sie müssen objektbezogen bewertet werden.
Ist der günstigste Quadratmeterpreis das beste Angebot?
Nein. Entscheidend sind gleicher Leistungsumfang, gleiche Qualität, vollständige Nebenleistungen und klare Ausschlüsse. Eine niedrige Zahl kann wesentliche Arbeiten auslassen.
Wie erhalte ich einen verbindlichen Preis?
Nach Grundriss, Fotos, Besichtigung, Aufmaß und Festlegung von Leistungen und Materialien kann ein objektbezogenes Angebot erstellt werden. Bei noch nicht sichtbaren Bauteilen muss das Angebot Annahmen, Bedarfspositionen und einen klaren Freigabeweg enthalten.
Wo kann ich eine Wohnungssanierung in München anfragen?
Leistungsübersicht und Anfrage finden Sie auf der Landingpage Wohnungssanierung München oder direkt über den Kontakt zu BAYAZID.
Das folgende Beispiel ist eine Modellrechnung und kein bereits ausgeführtes Referenzprojekt. Eine 80 m² große Eigentumswohnung in München soll umfassend saniert werden. Geplant sind ein neues Bad, angepasste Elektro- und Sanitärinstallationen, neue Böden, überarbeitete Wände und Decken sowie mehrere neue Türen. Der Grundriss bleibt weitgehend erhalten.
Mit dem Brutto-Richtwert ab 1.450 €/m² ergibt sich eine erste Einordnung ab 116.000 €. Bei hochwertiger Ausstattung beginnt die Vergleichsgröße ab 172.000 €. Nach der Besichtigung wird dieser Wert nicht einfach übernommen. Bad, Technik, Ausbau, Oberflächen, Logistik und Bauleitung werden getrennt kalkuliert.
Zeigt die Bestandsprüfung, dass Leitungen weiter genutzt werden können und Untergründe nur geringe Vorbereitung benötigen, kann der Umfang näher am Einstieg bleiben. Werden dagegen Leitungen vollständig erneuert, Untergründe aufgebaut oder Sonderanfertigungen eingeplant, steigt der Preis. Die Modellrechnung zeigt deshalb vor allem, wie die Sanierungstiefe den passenden Ausgangswert bestimmt.

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