Altbau Wohnung sanieren München: Ablauf

Altbau Sanierung Wohnung München: Erfahren Sie alles über Planung, Ablauf, Kosten und wichtige Schritte bei der Altbausanierung in München. Tipps vom Profi für Renovierung und Innenausbau.

Logo von rigips mit blauem und grauem Quadrat.
15
Min
08/2026
Altbau Wohnung sanieren München: Ablauf
Altbau Wohnung sanieren München: Ablauf

Eine Altbauwohnung in München zu sanieren bedeutet, vorhandene Substanz, heutige Wohnwünsche und rechtliche Grenzen in eine ausführbare Reihenfolge zu bringen. Hohe Decken, Dielen, Flügeltüren und Stuck prägen den Charakter. Gleichzeitig können alte Leitungen, unbekannte Bodenaufbauten, schadhafter Putz, unzureichender Schallschutz oder frühere Umbauten den Umfang verändern. Deshalb beginnt eine belastbare Altbausanierung nicht mit Farben und Möbeln, sondern mit einer dokumentierten Bestands- und Eigentumsprüfung.

Dieser Beitrag zeigt den vollständigen kaufnahen Ablauf für Eigentümer: von Grundriss, Teilungserklärung und Bauakte über Bestandsaufnahme, Freigaben, Planung und Leistungsverzeichnis bis Rückbau, Ausbau, Abnahme und Einzug. Der Schwerpunkt liegt nicht auf einem pauschalen „Altbau sanieren“-Ratgeber, sondern auf der konkreten Projektsteuerung einer Wohnung in München. Die Leistung Altbauwohnung sanieren wird dabei mit Planung, Bauleitung und den erforderlichen Ausbaugewerken verbunden.

Altbau ist kein einheitlicher technischer Standard. Eine Wohnung mit massiven Decken reagiert anders als eine Holzbalkendecke. Originalputz verlangt andere Entscheidungen als eine mehrfach überarbeitete Gipskartonfläche. Auch innerhalb eines Hauses können Wohnungen durch frühere Grundrissänderungen, Bäder oder Leitungsführungen voneinander abweichen. Das Angebot muss deshalb auf der tatsächlich besichtigten Einheit beruhen und offene Bauteile klar als Annahme oder Prüfpunkt kennzeichnen.

Für die erste Kostenplanung werden ausgewählte Einzelleistungen als Netto-Richtwerte dargestellt. Sie sind keine allgemeine Marktpreisliste und kein vollständiges Angebot. Der konkrete Projektpreis ergibt sich nach Aufmaß, Bestandsprüfung und Festlegung des vollständigen Leistungsumfangs.

Altbau Wohnung sanieren München: Ablauf
Altbau zuerst prüfen

Viele Projekte beginnen mit einem fertigen Einrichtungskonzept, obwohl tragende und nichttragende Wände, Leitungen, Estrich, Feuchtigkeit und Eigentumsgrenzen noch nicht geklärt sind. Wird der Bestand erst nach der Vergabe geöffnet, passen Grundriss, Materialbestellungen und Angebot möglicherweise nicht mehr zusammen. Der Fehler liegt dann nicht im unerwarteten Befund allein, sondern darin, dass für diesen Befund kein Prüfzeitpunkt und keine Entscheidungsregel vorgesehen war.

Bei einer Eigentumswohnung endet die Planung zudem nicht an der Wohnungstür. Fenster, Wohnungseingangstür, Geschossdecke, tragende Bauteile, Stränge und Teile des Bodenaufbaus können Gemeinschaftseigentum betreffen. Bauliche Veränderungen werden im § 20 WEG geregelt. Ob für die konkrete Maßnahme ein Beschluss, eine Zustimmung oder eine technische Freigabe erforderlich ist, muss anhand der Teilungserklärung, Beschlusssammlung und Planung geprüft werden. Eine pauschale Zusage aus einem Blog wäre unzuverlässig.

In München kommen Denkmalschutz und Erhaltungssatzungen hinzu. Eine denkmalgeschützte Wohnung oder ein geschütztes Gebäude darf nicht wie ein beliebiger Bestand verändert werden. In einem Erhaltungssatzungsgebiet können selbst Badmodernisierung oder Grundrissänderung genehmigungsrelevant sein. Deshalb gehört die Standort- und Behördenprüfung vor Bestellung und Baustart. Der Beitrag Sanierung einer Eigentumswohnung vertieft die Eigentums- und Zuständigkeitsfragen.

Das Ziel ist ein Projekt, bei dem jede Entscheidung rechtzeitig fällt. Dazu gehören: gewünschte Nutzung, zu erhaltende Bauteile, technische Mindestmaßnahmen, Grundriss, Ausstattungsniveau, Freigaben, Budgetrahmen, Risikopositionen und Einzugstermin. Die Planung und Innenraumgestaltung übersetzt diese Vorgaben in einen einheitlichen Planstand. Die Bauleitung und Projektkoordination sorgt anschließend dafür, dass Gewerke, Lieferungen und Prüfungen nach diesem Stand arbeiten.

Bestand prüfen

Unterlagen zuerst

Vor der Besichtigung werden Grundriss, Teilungserklärung, Aufteilungsplan, Beschlusssammlung und vorhandene Umbauunterlagen gesammelt. Abweichungen zwischen Plan und gebautem Zustand werden markiert. Bei fehlenden oder unklaren Genehmigungsständen kann eine Bauakteneinsicht bei der Stadt München sinnvoll sein. Unterlagen ersetzen das Aufmaß nicht, zeigen aber, welche Fragen vor einer Grundrissänderung geklärt werden müssen.

Bausubstanz

Wände werden nicht nur nach sichtbarer Oberfläche bewertet. Material, Dicke, Tragfunktion, Risse, Hohlstellen und Feuchte beeinflussen Rückbau und Wiederaufbau. Decken können massiv, als Kappendecke oder Holzbalkenkonstruktion ausgeführt sein. Bodenbeläge verdecken häufig mehrere Schichten. Das Aufmaß dokumentiert Höhen an verschiedenen Punkten, Türanschlüsse, Schwellen und Gefälle. Erst daraus entsteht ein belastbarer Boden- und Raumplan.

Technik

Elektro-, Sanitär- und Heizungsinstallationen werden nach Alter, Zustand, Zugänglichkeit und künftiger Nutzung betrachtet. Eine neue Küche verlangt andere Stromkreise und Anschlusspunkte als der Bestand. Ein Badumbau betrifft Wasser, Abwasser, Lüftung, Abdichtung und gegebenenfalls Leitungen im Gemeinschaftseigentum. Die Sanitär- und Elektroplanung wird deshalb vor dem Schließen von Wänden und Böden festgelegt.

Elektrobedarf

Für die Elektroplanung genügt es nicht, vorhandene Steckdosen zu zählen. Geräte in Küche und Hauswirtschaft, Beleuchtung, Netzwerk, Arbeitsplatz, Beschattung, Gegensprechanlage und mögliche spätere Nutzungen werden in einer Bedarfsliste erfasst. Danach werden Stromkreise, Schalter, Auslässe und Datenpunkte im Möblierungsplan verortet. Bestehende Leitungen, Verteiler und Schutzorgane werden fachlich beurteilt; erst dann steht fest, was weiterverwendet, ergänzt oder erneuert werden kann. Die Leitungswege werden mit Stuck, Sockeln, Türöffnungen und den übrigen Gewerken abgestimmt, damit nicht nach fertiger Oberfläche erneut geschlitzt werden muss.

Bad und Küche

Bad und Küche sind im Altbau besonders schnittstellenreich. Lage und Gefälle von Abwasserleitungen, verfügbare Aufbauhöhen, Lüftung, Warmwasser, Elektroanschlüsse und Abdichtungsbereiche begrenzen manche Wunschlösung. Vor der Freigabe werden Sanitärobjekte, Armaturen, Geräte und Einbauten mit ihren Einbaumaßen festgelegt. Eine Visualisierung ist noch kein Installationsplan. Erforderlich sind Bezugshöhen, Achsen, Anschlussdaten und Revisionsmöglichkeiten. Bei Leitungsänderungen außerhalb der Wohnung oder an gemeinsamen Strängen werden Eigentums- und Freigabefragen vor der Ausführung geklärt.

Schadstoffe

Vor Bohr-, Schleif- oder Abbrucharbeiten muss geklärt werden, ob schadstoffverdächtige Materialien vorhanden sein können. Kleber, Spachtelmassen, Bodenbeläge, Putze, Platten und technische Bauteile können betroffen sein. Die BAuA-Leitlinie zur Asbesterkundung richtet sich ausdrücklich an die Vorbereitung von Baumaßnahmen. Eine fachgerechte Erkundung vor dem Rückbau schützt Menschen, Termin und Kalkulation.

Originale Details

Stuck, historische Türen, Dielen und Beschläge werden vor dem Schutz oder Ausbau fotografiert und bewertet. Erhalten, reparieren, ergänzen oder ersetzen sind vier unterschiedliche Leistungen. Eine Entscheidung allein nach Optik genügt nicht: Tragfähigkeit, Brandschutz, Schallschutz und Nutzbarkeit müssen passen. Die Stuckateurarbeiten und die Fenster- und Türmontage werden in den Gesamtplan eingebunden.

Fenster und Türen

Historische Fenster und Türen prägen Ansicht, Proportion und Nutzung, können aber Gemeinschaftseigentum, Denkmalschutz oder besondere technische Anforderungen berühren. Vor einer Bestellung werden Bestand, Öffnungsrichtung, lichte Maße, Anschläge, Beschläge, Dichtungen und Anschlussfugen aufgenommen. Bei Wohnungseingangstüren kommen Schall-, Rauch- oder Brandschutzanforderungen in Betracht, die nicht durch ein optisch ähnliches Standardelement ersetzt werden dürfen. Auch neue Bodenhöhen sind wichtig: Sie verändern Türluft, Schwellen und Zargensitz. Reparatur, Aufarbeitung und vollständiger Austausch werden deshalb als getrennte Varianten beschrieben.

Raumklima

Feuchteflecken, kalte Oberflächen oder Gerüche werden nicht allein mit neuer Farbe behandelt. Zuerst werden Ursache, Nutzung, Lüftung, Wärmebrücken und mögliche Leitungs- oder Fassadenschäden eingegrenzt. Innenmaßnahmen dürfen ein Problem des Gesamtgebäudes nicht verdecken. Bei neuen, dichteren Fenstern oder geänderter Heizung ist das Lüftungs- und Nutzungskonzept mitzudenken. Materialien für Putz, Spachtel und Beschichtung werden passend zum vorhandenen Untergrund ausgewählt. So bleibt die Oberflächenleistung von einer erforderlichen Ursachenbeseitigung klar getrennt.

Rechtlicher Rahmen

Die Bayerische Bauordnung unterscheidet genehmigungspflichtige, genehmigungsfreie und verfahrensfreie Vorhaben. Verfahrensfreiheit bedeutet nicht, dass andere öffentlich-rechtliche Anforderungen entfallen. Bei Baudenkmälern verlangt die Untere Denkmalschutzbehörde München für Veränderungen eine denkmalschutzrechtliche Erlaubnis. In Münchner Erhaltungssatzungsgebieten können bauliche Änderungen, Grundrissänderungen und bestimmte energetische Maßnahmen einer zusätzlichen Genehmigung bedürfen.

Diese Grundlagen werden in einem Bestands- und Entscheidungsprotokoll zusammengeführt. Für jeden offenen Punkt stehen Verantwortlicher, benötigte Unterlage und Frist fest. So wird Unsicherheit nicht verdrängt, sondern steuerbar gemacht. Der umfassendere Beitrag Altbau sanieren: kompletter Leitfaden behandelt das ganze Gebäude; dieser Artikel bleibt auf die einzelne Münchner Wohnung und ihren Bauablauf konzentriert.

PREISKALKULATION

Was kostet Ihr Bauvorhaben?

Konfigurieren Sie Ihr Projekt direkt in der Vorschau und erhalten Sie eine realitätsnahe, unverbindliche Kostenorientierung. Für mehr Platz öffnen Sie den Rechner jederzeit im Vollbild.

Gewerke und Leistungen verständlich auswählen
Mengen und Ausführungsdetails direkt angeben
Unmittelbar eine realistische Kostenschätzung erhalten
Zur Preisberechnung im Vollbild
Kostenlos · unverbindlich · ohne Weiterleitung
Altbau Wohnung sanieren München: Ablauf
Planung mit System

Nutzung definieren

Die Planung beginnt mit dem Alltag nach der Sanierung: Wie viele Personen wohnen dort, wird im Homeoffice gearbeitet, welche Stauraum- und Lichtanforderungen bestehen, soll die Wohnung später vermietet werden und welche Räume müssen flexibel bleiben? Erst diese Nutzung entscheidet über Grundriss, Elektro, Akustik, Bad, Küche und Einbauten. Der Bestand wird nicht blind modernisiert, sondern für eine konkrete Nutzung weiterentwickelt.

Erhalt festlegen

Historische Elemente erhalten einen eindeutigen Status. „Dielen möglichst erhalten“ ist zu unklar. Besser ist: Fläche, Zustand, zulässige Reparaturen, gewünschte Oberfläche und Ersatzregel werden dokumentiert. Dasselbe gilt für Stuck, Flügeltüren und Sockel. Vor Rückbau werden Schutz- und Ausbaupositionen vergeben. Der Beitrag Altbau vorher und nachher zeigt, wie Veränderungen den Charakter bewahren können, ohne ein konkretes Ergebnis vorzutäuschen.

Grundriss prüfen

Eine Wand wird erst nach Prüfung ihrer Funktion verändert. Tragwerk, Aussteifung, Leitungen, Schall- und Brandschutz sowie Gemeinschaftseigentum sind zu berücksichtigen. Nichttragende neue Wände können im Trockenbau flexibel hergestellt werden, benötigen aber definierte Anschlüsse, Verstärkungen und Installationen. Türbreiten, Laufwege, Möblierung und spätere Bodenhöhen werden im gleichen Plan geprüft.

Technik bündeln

Elektro, Heizung, Wasser, Abwasser und Datenleitungen werden nicht raumweise isoliert geplant. Ein gemeinsamer Installationsplan verhindert Kollisionen und unnötige Schlitze. Revisionszugänge bleiben erreichbar. Bei Küche und Bad werden Geräte, Armaturen, Abdichtungsbereiche und Anschlussmaße vor dem Rohbau freigegeben. Der Beitrag moderne Technik im Altbau vertieft diese Nachrüstung.

Wände und Putz

Altbauputz wird nach Haftung, Rissen, Feuchte und gewünschter Oberfläche bewertet. Nicht jede Unebenheit ist ein Mangel; nicht jede historische Fläche ist erhaltungsfähig. Abschlagen, ausbessern, armieren und neu verputzen werden mengenmäßig getrennt. Die Verputzarbeiten müssen zu Mauerwerk, Feuchteverhalten und späterer Beschichtung passen. Qualitätsstufen und Musterflächen werden vor Ausführung festgelegt.

Bodenaufbau

Dielen, Parkett, Estrich und Schüttungen werden erst nach Sondierung kalkuliert. Ein erhaltenswerter Dielenboden kann geschützt, repariert, geschliffen und versiegelt werden. Bei Neuaufbau müssen Tragfähigkeit, Ebenheit, Schallschutz, Feuchte und Höhenanschlüsse stimmen. Die Boden- und Fliesenarbeiten werden mit Türen, Sockeln, Küche und Bad koordiniert. Ein neuer Belag allein behebt keinen mangelhaften Untergrund.

Schall und Brand

Leichte neue Trennwände, Deckenkonstruktionen und Installationsschächte benötigen ein abgestimmtes Schall- und gegebenenfalls Brandschutzkonzept. Akustische Probleme werden nicht erst mit dekorativen Paneelen behandelt. Die Akustik- und Schallschutzplanung betrachtet Luft-, Tritt- und Körperschall. Der bauliche Brandschutz wird bei betroffenen Bauteilen separat nachgewiesen und ausgeführt.

Energie mitprüfen

Wer Außenbauteile verändert, muss das Gebäudeenergiegesetz berücksichtigen. § 48 GEG enthält Anforderungen bei Änderungen an bestehenden Gebäuden und eine Flächenregel für die jeweilige Bauteilgruppe. In einer Eigentumswohnung betreffen Fenster, Fassade oder Heizung häufig das Gesamtgebäude und Gemeinschaftseigentum. Energetische Maßnahmen werden deshalb nicht ohne WEG- und Gebäudeplanung als reine Wohnungsleistung bestellt.

Leistung beschreiben

Aus der Planung entsteht ein Leistungsverzeichnis mit Mengen, Einheiten, Materialien, Qualitäten und Schnittstellen. Unbekannter Bestand wird als Prüfposition oder dokumentierte Annahme behandelt. Ein Angebot mit vielen Pauschalen ist nicht automatisch falsch, aber schwerer vergleichbar. Für größere Projekte kann die Sanierung mit Generalunternehmer Schnittstellen bündeln. Dennoch bleiben einzelne Leistungen im Angebot sichtbar.

Details zeichnen

Grundriss und Materialliste reichen für kritische Anschlüsse häufig nicht aus. Übergänge zwischen historischem Putz und neuer Trockenbaufläche, Sockel an ungeraden Wänden, Fliesenabschlüsse, Türzargen, Revisionsöffnungen und Einbauten werden als Detail gelöst. Das Detail nennt Maße, Materialfolge und zuständiges Gewerk. Dadurch wird früh sichtbar, ob eine gestalterische Idee technisch funktioniert. Besonders bei maßgefertigten Möbeln, wandbündigen Türen oder integrierter Beleuchtung müssen Rohbau, Elektro und Oberflächen dieselben Bezugslinien verwenden.

Bemusterung ordnen

Die Bemusterung wird als Entscheidungsliste mit Fristen geführt. Boden, Fliese, Fuge, Armatur, Sanitärobjekt, Schalterprogramm, Tür, Beschlag, Farbe und Leuchte werden nicht unabhängig voneinander gewählt. Für jedes Produkt werden Hersteller, Ausführung, Format, Farbton, Einbauart und Freigabestatus dokumentiert. Alternativprodukte erhalten dieselben technischen Mindestmerkmale. So kann eine Lieferänderung geprüft werden, ohne das gesamte Gestaltungskonzept neu zu beginnen. Bestellt wird erst, wenn Aufmaß, Anschlussbedingungen und benötigte Freigaben vorliegen.

Schnittstellen

Eine Schnittstellenmatrix ordnet jedem Bauteil Vorbereitung, Ausführung, Prüfung und Folgegewerk zu. Beim Bad kann beispielsweise der Rohbau den Untergrund herstellen, die Installation Anschlüsse setzen, die Abdichtung Flächen freigeben und der Fliesenleger die Endoberfläche ausführen. Fehlt eine Übergabe, bleibt unklar, wer Ebenheit, Dichtheit oder Maßhaltigkeit bestätigt. Dasselbe Prinzip gilt für Boden und Tür, Trockenbau und Elektro sowie Putz und Malerfläche. Die Matrix ergänzt das Leistungsverzeichnis und verhindert, dass notwendige Nebenleistungen zwischen zwei Angeboten verschwinden.

Qualität definieren

Begriffe wie „hochwertig“, „glatt“ oder „altbaugerecht“ sind ohne Prüfkriterium zu offen. Im Vertrag werden sichtbare Qualitätsmerkmale, Muster, Toleranzen, Schutz und Abnahmezustand beschrieben. Bei Bestandsflächen wird festgelegt, welche Unebenheiten erhalten bleiben und welche ausgeglichen werden. Bei aufgearbeiteten Bauteilen dürfen altersbedingte Spuren Teil des gewünschten Charakters sein; funktionale Mängel sind davon zu trennen. Diese Definition erleichtert die Ausführung und verhindert, dass erst bei der Schlussabnahme unterschiedliche Erwartungen sichtbar werden.

Vor Vergabe liegt ein abgestimmter Planstand vor: Grundriss, Elektro, Sanitär, Bodenhöhen, Türen, Oberflächen, Bemusterung, Schutzkonzept und Terminplan. Änderungen danach erhalten Preis- und Terminwirkung. Die Auswahl einer Sanierungsfirma für Wohnungen hilft, Angebote und Koordinationsleistung vergleichbar zu prüfen.

Altbau Wohnung sanieren München: Ablauf
Kosten nach Leistung

Die Kosten einer Altbauwohnung entstehen aus den tatsächlich notwendigen Leistungen. Wohnfläche allein beschreibt weder Wandflächen noch Zahl der Türen, Leitungswege, Badumfang, Schadstoffe oder erhaltenswerte Details. Kleine Teilflächen können je Quadratmeter teurer sein, weil Schutz, Anfahrt, Werkzeug, Einrichtung und Anschlüsse trotzdem anfallen. Eine große gebündelte Fläche kann effizienter ausgeführt werden, obwohl ihre Gesamtsumme höher ist.

Die folgenden Netto-Richtwerte dienen der ersten Kosteneinordnung klar beschriebener Einzelleistungen. Sie sind keine allgemeine Marktpreisliste und kein vollständiges Angebot. Der konkrete Projektpreis ergibt sich nach Aufmaß, Bestandsprüfung, Mengen, Materialwahl, Nebenleistungen und Baustellenbedingungen. Für private Auftraggeber kommt die gesetzliche Umsatzsteuer hinzu.

Ausgewählte PositionEinheitNetto-Richtwert
Schutzabdeckung für Holzfußboden10,10 €
Tapete, einlagig, entfernen und entsorgen, Wand6,50 €
Putz abschlagen, Kleinfläche, Innenwand19,20 €
Dielenboden schleifen und mit Wasserlack versiegeln31,50 €
GK-Trennwand, 100 mm, 2 × 12,5 mm, MW 40 mm, Q271,20 €
Steckdose mit Schutzkontakt, Unterputz, weißSt18,90 €
Zementestrich erneuern, Trittschalldämmung, 65 mm54,90 €
Innentür komplett, Furnier Eiche, 875/2000 mmSt559 €

Die Positionen dürfen nicht ungeprüft addiert werden. Eine Trockenbauwand kann bereits eine bestimmte Spachtelqualität enthalten; zusätzliche Oberflächen müssen zur LV-Beschreibung passen. Eine Steckdose beschreibt nicht die gesamte Leitungsinstallation. Die Dielenposition setzt einen geeigneten Bestand voraus. Eine Tür benötigt passende Öffnung, Anschlüsse und möglicherweise Schutz- oder Sonderanforderungen.

Zum vollständigen Budget gehören außerdem Bestandsaufnahme, Planung, Schutz gemeinschaftlicher Flächen, Rückbau, Entsorgung, Untergrund, Haustechnik, Oberflächen, Baustelleneinrichtung, Transport, Bauleitung, Reinigung und Umsatzsteuer. Offene Befunde erhalten keinen erfundenen Prozentsatz, sondern einen Prüfpunkt und eine Regel. Der Beitrag Wohnungssanierung ohne Kostenüberraschung zeigt, wie vergessene Posten sichtbar gemacht werden.

Vergleichsblatt

Für den Angebotsvergleich werden alle Bieter auf denselben Plan- und Leistungsstand bezogen. Ein Vergleichsblatt zeigt je Position Menge, Einheit, angebotene Qualität, Einheitspreis, Gesamtpreis, Ausschluss und Rückfrage. Fehlende Positionen werden nicht stillschweigend mit null angesetzt. Sie bleiben als Lücke sichtbar, bis geklärt ist, ob die Leistung enthalten, nicht erforderlich oder separat zu vergeben ist. Auch Stundenlohnarbeiten, Zuschläge, Anfahrt und Entsorgung werden eingeordnet. So wird nicht nur die Endsumme verglichen, sondern der tatsächlich angebotene Umfang.

Änderungsbudget

Altbau birgt trotz sorgfältiger Prüfung Restunsicherheiten. Statt eines pauschalen, unbegründeten Risikoaufschlags wird ein Änderungsbudget an konkrete offene Befunde gekoppelt. Beispiele sind ein noch nicht sondierter Bodenbereich, verdeckte Leitungen oder eine erst nach Ausbau prüfbare Laibung. Für jeden Punkt stehen mögliche Folge, notwendige Entscheidung und Preisermittlungsweg fest. Wird der Befund nicht ausgelöst, wird die zugehörige Leistung nicht automatisch verbraucht. Diese Logik macht Reserven nachvollziehbar und trennt echte Bestandsänderungen von nachträglichen Ausstattungswünschen.

Zahlungsplan

Der Zahlungsplan orientiert sich an prüfbaren Leistungsständen und nicht allein an Kalendertagen. Abschläge werden den vereinbarten Positionen und dem dokumentierten Baufortschritt zugeordnet. Materialien, die früh bestellt werden müssen, erhalten klare Regelungen zu Auswahl, Eigentum, Lagerung und Nachweis. Nachträge werden vor Ausführung freigegeben, sofern keine unmittelbare Sicherungsmaßnahme erforderlich ist. Schlussrechnung, Abnahme, Mängelprotokoll und Dokumentationsübergabe werden im Vertrag zusammen gedacht. So bleibt die kaufmännische Steuerung eng mit der technischen Leistung verbunden.

Ein Budget wird in Pflichtmaßnahmen, sinnvolle Verbesserungen und optionale Ausstattung gegliedert. Diese Reihenfolge schützt Technik und Substanz, wenn später priorisiert werden muss. Hinweise zu Sparentscheidungen bietet Wohnung sanieren mit begrenztem Budget. Für eine objektbezogene Kalkulation können über die Altbau-Angebotsanfrage Grundriss, Fotos, gewünschter Umfang und Termin übermittelt werden.

KOSTENÜBERSICHT

Kosten für Ihr Projekt vorab kalkulieren

Erhalten Sie in wenigen Schritten eine erste unverbindliche Kostenschätzung für Ihr Bauvorhaben.

Meine Kalkulation starten
Altbau Wohnung sanieren München: Ablauf
Vom Plan zum Einzug

1. Unterlagen sichern

Grundriss, Teilungserklärung, Aufteilungsplan, Beschlüsse, Bauakte, Leitungsinformationen und vorhandene Genehmigungen werden gesammelt. Denkmal-, Erhaltungs- und WEG-Fragen werden vor einer verbindlichen Bestellung geklärt. Fehlende Unterlagen erhalten eine verantwortliche Person und Frist.

2. Nutzung planen

Raumfunktionen, Möblierung, Küche, Bad, Licht, Stauraum und technische Ausstattung werden definiert. Zu erhaltende Originalteile werden markiert. Aus diesen Angaben entsteht ein erster Grundriss mit Varianten, nicht sofort ein Ausführungsplan.

3. Bestand aufnehmen

Maße, Höhen, Bauteile, Risse, Feuchtehinweise, Installationen und Oberflächen werden dokumentiert. Notwendige Sondierungen und Schadstoffprüfungen erfolgen vor dem Rückbau. Die Ergebnisse aktualisieren Grundriss, Leistungsumfang und Risikoübersicht.

4. Freigaben einholen

Tragwerk, Gemeinschaftseigentum, Denkmalschutz, Erhaltungssatzung oder andere Genehmigungsfragen werden mit den zuständigen Stellen und Fachplanern geklärt. Verfahrensfreie Arbeiten bleiben an materielle Anforderungen gebunden. Eine mündliche Aussage ersetzt keinen benötigten Beschluss oder Bescheid.

5. Ausführung planen

Elektro, Sanitär, Heizung, Trockenbau, Boden, Türen und Oberflächen werden in einem Planstand zusammengeführt. Bemusterungen werden abgeschlossen. Das Leistungsverzeichnis nennt Mengen, Qualitäten, Nebenleistungen und Übergaben. Der Bauzeitenplan berücksichtigt Lieferzeiten und Trocknung.

6. Vergabe ordnen

Angebote werden auf gleicher Grundlage verglichen. Vertrag, Zahlungsplan, Nachtragsweg, Dokumentation und Abnahme werden vereinbart. Bei Einzelvergabe muss der Eigentümer mehr Schnittstellen steuern; bei gebündelter Vergabe übernimmt ein zentraler Vertragspartner mehr Koordination. Der Beitrag Komplettsanierung Wohnung: Ablauf vertieft die Gewerkeabfolge.

7. Baustelle schützen

Treppenhaus, Aufzug, Wohnungstür, erhaltenswerte Böden und Einbauten werden vor Beginn geschützt. Transport, Lagerung, Parkraum, Container und Arbeitszeiten werden mit Hausverwaltung und Hausordnung abgestimmt. Bewohner und Nachbarn erhalten klare Ansprechpartner.

Zur Baustelleneinrichtung gehören außerdem Wasser- und Stromnutzung, Sanitäreinrichtung, Staubschutz, täglicher Verschluss, Schlüsselverwaltung und Fluchtwege. Schutzflächen werden vor Beginn gemeinsam dokumentiert und während der Bauzeit kontrolliert. Lieferungen erhalten Zeitfenster und einen festgelegten Weg bis zur Wohnung. Gerade in engen Münchner Treppenhäusern beeinflussen Bauteilgröße, Tragestrecke und Aufzugnutzung die Planung. Ein logistischer Engpass wird vor Bestellung gelöst, nicht erst bei der Anlieferung.

8. Rückbau ausführen

Der Rückbau folgt dem Freigabe- und Schadstoffstand. Erhaltenswerte Teile werden ausgebaut oder geschützt. Nach dem Öffnen findet ein definierter Bestandstermin statt. Abweichungen werden dokumentiert, bewertet und schriftlich entschieden, bevor verdeckte Arbeiten fortgesetzt werden. Die Abbruch- und Demontagearbeiten bleiben von Schadstoffsanierung klar getrennt.

9. Rohinstallation

Leitungen, Untergründe, tragende Ergänzungen und technische Anschlüsse entstehen vor dem Schließen. Prüfungen und Fotos dokumentieren verdeckte Leistungen. Danach folgen Putz, Trockenbau, Estrich und Abdichtung in der festgelegten Reihenfolge. Die richtige Reihenfolge der Sanierungsarbeiten hilft bei den Übergaben.

Für jede Schließfreigabe wird kontrolliert, ob Leitungsführung, Befestigungen, Einbauhöhen, Verstärkungen, Dämmung und erforderliche Prüfungen vollständig sind. Abweichungen vom Plan werden in einen Revisionsstand übernommen. Erst danach dürfen Bekleidungen, Estrich oder Fliesen die Leistung verdecken. Diese kurze Halteposition im Ablauf ist wesentlich günstiger als eine spätere Öffnung. Sie benötigt einen benannten Prüfer und einen dokumentierten Termin, damit Folgegewerke nicht aus Zeitdruck vorzeitig beginnen.

10. Ausbau vollenden

Fliesen, Malerflächen, Böden, Türen, Sanitärobjekte, Schalter, Leuchten und Einbauten werden nach Trocknung und Freigabe montiert. Die Maler- und Lackierarbeiten schließen nur auf prüfbaren Untergründen an. Fertige Flächen erhalten Schutz bis zur Abnahme.

11. Abnahme und Einzug

Leistung, Funktion, Oberfläche, Dokumentation und Restpunkte werden protokolliert. Schlüssel, Prüfunterlagen, Produktinformationen und Revisionsstände werden übergeben. Erst nach technischer Fertigstellung folgt die Bauendreinigung. Für bewohnte Projekte gelten zusätzliche Schutz- und Etappenregeln aus bewohnte Wohnung sanieren.

Vor der förmlichen Abnahme empfiehlt sich eine interne Vorbegehung. Dabei werden Räume systematisch nach Plan, Leistungsverzeichnis und Bemusterung geprüft. Funktionsprüfungen betreffen nicht nur sichtbare Oberflächen, sondern auch Türen, Beschläge, Armaturen, Schalter, Beleuchtung und vereinbarte technische Anlagen. Restpunkte erhalten Ort, Beschreibung, Verantwortlichen und Frist. Nach ihrer Bearbeitung wird der Status nachvollziehbar geschlossen. Möbelanlieferung und Umzug beginnen erst, wenn empfindliche Restarbeiten und notwendige Trocknungsbedingungen dies zulassen.

Altbau Wohnung sanieren München: Ablauf
Fehler früh stoppen

Plan ohne Bestand

Ein Grundriss wird finalisiert, obwohl Wandfunktion, Leitungen und Höhen unbekannt sind. Folge sind Umplanung, Nachträge und falsche Bestellungen. Der Bestandstermin gehört vor die Ausführungsfreigabe.

Gemeinschaft übergehen

Fenster, Tür, Stränge oder Decke werden als reine Wohnungsleistung behandelt. Eigentumszuordnung und Beschlusslage müssen vor Auftrag geklärt werden. Die Hausverwaltung ersetzt keine fachliche oder rechtliche Einzelprüfung.

Schadstoffe ignorieren

Rückbau beginnt ohne Erkundung. Verdächtige Materialien führen dann zu Baustopp und Sicherheitsrisiko. Untersuchung, Sanierung und normaler Abbruch werden getrennt geplant.

Originale verlieren

Dielen, Stuck oder Türen werden nur mündlich als „zu erhalten“ bezeichnet. Ohne Schutz-, Ausbau- und Reparaturleistung kann auf der Baustelle keine eindeutige Verantwortung entstehen.

Nur Endsumme vergleichen

Ein günstiges Angebot lässt Untergrund, Entsorgung, Schutz oder Folgeflächen offen. Verglichen werden Positionen, Mengen und Ausschlüsse. Die Wohnungssanierung pro Quadratmeter erklärt, warum pauschale Flächenwerte täuschen können.

Zu früh bestellen

Küche, Türen und Einbauten werden vor fertigem Aufmaß bestellt. Altbautoleranzen und neue Bodenhöhen können das Montieren verhindern. Bestellfreigaben erhalten feste Voraussetzungen.

Änderungen mündlich

Zusatzwünsche werden auf der Baustelle umgesetzt, ohne Preis- und Terminwirkung zu klären. Jede Änderung erhält Beschreibung, Kosten, Frist und Freigabe. Der Beitrag Wohnung sanieren ohne typische Fehler vertieft diese Entscheidungsregeln.

Besser vorbereiten

Eine Planquelle

Alle Beteiligten arbeiten mit demselben freigegebenen Planstand. Alte Varianten werden eindeutig als ungültig markiert. Änderungen erhalten Datum und Verantwortlichen.

Freigaben terminieren

Material, Grundriss und Details werden nicht „irgendwann“ entschieden. Der Terminplan zeigt, wann eine Entscheidung spätestens vor Bestellung oder Ausführung vorliegen muss.

Mengen sichtbar machen

Wand-, Boden- und Deckenflächen, Türen, Steckdosen und Anschlüsse werden gezählt. Das erleichtert Angebotsvergleich und Nachtragsprüfung. Pauschalen bleiben auf Leistungen beschränkt, die sinnvoll pauschalierbar sind.

Muster vereinbaren

Bei Putz, Farbe, Dielen oder Stuck kann eine Musterfläche die gewünschte Qualität besser klären als eine Produktbezeichnung. Muster, Farbton und Freigabedatum werden dokumentiert.

Verdecktes fotografieren

Leitungen, Abdichtungen, Verstärkungen und Anschlüsse werden vor dem Schließen dokumentiert. Fotos ersetzen keine Prüfung, helfen aber bei Wartung und späteren Umbauten.

Einzug rückwärts planen

Der Wunschtermin wird nicht direkt zum Fertigstellungstermin erklärt. Abnahme, Restarbeiten, Reinigung, Möbelmontage und Umzug benötigen eigene Zeitfenster. So bleibt der Bauplan belastbar.

Entscheidungen führen

Ein kompaktes Entscheidungsbuch sammelt Planstände, Bemusterungen, Freigaben und offene Punkte. Jede Entscheidung enthält Datum, Grundlage und Auswirkung. E-Mail, Messenger und Baustellengespräch bleiben Kommunikationswege, aber der verbindliche Stand wird an einer Stelle nachgeführt. Das ist besonders hilfreich, wenn Eigentümer, Planung, Bauleitung und mehrere Gewerke beteiligt sind. Bei einer späteren Rückfrage lässt sich erkennen, warum ein Detail gewählt oder geändert wurde.

Übergaben prüfen

Zwischenstände werden nicht nur am Ende kontrolliert. Nach Rückbau, vor dem Schließen von Installationen, vor Abdichtung, vor Bodenbelag und vor Endmontage gibt es definierte Übergaben. Jede Übergabe prüft die Voraussetzungen des nächsten Gewerks. Dadurch werden Fehler dort erkannt, wo sie noch zugänglich sind. Der Terminplan enthält diese Prüfhalte genauso wie die handwerklichen Tätigkeiten.

Reserve realistisch

Der Terminplan unterscheidet Arbeitszeit, Trocknung, Prüfung, Lieferung und Entscheidungszeit. Eine freie Kalenderwoche ist nicht automatisch Reserve, wenn in ihr ein Estrich trocknen oder eine behördliche Freigabe abgewartet werden muss. Echte Puffer liegen vor kritischen Übergaben und dem Einzug. Werden sie benötigt, bleibt die Reihenfolge intakt; werden sie nicht benötigt, entsteht Spielraum für Restarbeiten. Diese Darstellung ist belastbarer als ein pauschales Versprechen zur Gesamtdauer.

Ausführung bündeln

Wenn viele Gewerke dieselben Flächen betreffen, reduziert eine klare Koordination doppelte Arbeiten. Die Wohnungssanierung aus einer Hand zeigt die organisatorische Alternative zur Einzelvergabe.

BAYAZID koordiniert

BAYAZID Innenausbau GmbH plant und koordiniert Sanierungs- und Innenausbauleistungen in München, im Landkreis und im Umland. Bei Altbauwohnungen verbinden wir Bestandsaufnahme, Planung, Rückbau, Trockenbau, Putz, Boden, Türen, Malerarbeiten und die Schnittstellen zu Sanitär und Elektro. Genehmigungs-, Statik-, Schadstoff- oder Fachnachweise werden klar von der handwerklichen Ausführung abgegrenzt und durch die jeweils qualifizierten Stellen bearbeitet.

Unser Angebot soll zeigen, was enthalten, vorausgesetzt und offen ist. Projektbehauptungen werden nur verwendet, wenn sie auf den veröffentlichten BAYAZID-Referenzseiten belegt sind. Für ein Erstgespräch helfen Grundriss, Fotos, Teilungserklärung, gewünschter Umfang und Zieltermin. Diese Unterlagen können über die BAYAZID Kontaktseite übermittelt werden.

Prüffall Altbau
No items found.
Umfang vergleichen

Komplette Sanierung

  • Vorteile: Technik, Grundriss und Oberflächen werden gemeinsam geplant; Schnittstellen und Höhen lassen sich durchgängig lösen; doppelte Rückbau- und Schutzarbeiten werden reduziert.
  • Nachteile: höherer einmaliger Finanzierungsbedarf, mehr Freigaben, stärkere Nutzungseinschränkung und größerer Planungsumfang.

Sanierung in Etappen

  • Vorteile: Investitionen können zeitlich verteilt werden; einzelne dringende Bereiche lassen sich vorziehen.
  • Nachteile: Übergänge und Vorleistungen müssen für spätere Phasen vorbereitet werden; Schutz, Baustelleneinrichtung und Oberflächen können mehrfach anfallen.

Die Entscheidung hängt von Substanz, Nutzung, Budget und Abhängigkeiten ab. Technik hinter neuen Oberflächen sollte nicht ungeplant auf eine spätere Phase verschoben werden. Der Beitrag Komplettsanierung oder Einzelmaßnahmen unterstützt die Abgrenzung.

Altbau Wohnung sanieren München: Ablauf
Etappen planen

Eine reine Renovierung kann genügen, wenn Technik, Grundriss und Untergründe funktionstüchtig sind und nur Oberflächen erneuert werden. Eine Teilsanierung passt, wenn ein klar abgegrenzter Bereich unabhängig bearbeitet werden kann. Eine komplette Sanierung ist sinnvoll, wenn Leitungen, Bad, Küche, Boden und Wände eng zusammenhängen. Der Umfang wird aus dem Bestand abgeleitet, nicht aus dem gewünschten Etikett.

Bei Etappen wird ein Gesamtplan erstellt, bevor die erste Phase beginnt. Leitungsreserven, Bodenhöhen und Anschlussdetails berücksichtigen spätere Arbeiten. Andernfalls muss eine neue Oberfläche wieder geöffnet werden. Die Abgrenzung zwischen Renovierung, Sanierung und Modernisierung wird im Beitrag Sanierung, Renovierung oder Modernisierung erläutert.

Bei vermieteten Wohnungen gelten zusätzliche Anforderungen an Zugang, Nutzung und Kommunikation. Der Beitrag Kernsanierung einer vermieteten Wohnung behandelt diese Perspektive. Für die eigengenutzte Altbauwohnung bleibt dieser Leitfaden auf Planung, Vergabe, Ausführung und Einzug ausgerichtet.

Altbau gut sanieren

Eine Münchner Altbauwohnung wird zuverlässig saniert, wenn Bestand, Eigentum, Freigaben und Nutzung vor der Ausführung zusammengeführt werden. Historische Details erhalten klare Schutz- und Reparaturleistungen. Unbekannte Bauteile werden als Prüfpunkt behandelt. Angebote werden über Mengen und Leistungsgrenzen statt über pauschale Quadratmeterwerte verglichen.

Wer eine Altbauwohnung plant, kann über Altbau-Sanierung mit BAYAZID anfragen Grundriss, Fotos und Eckdaten senden. Daraus wird zunächst der erforderliche Prüf- und Planungsumfang abgeleitet – der Beitrag bleibt bis zur späteren Freigabe ein unveröffentlichter Entwurf.

Passende Umsetzung für Ihr Projekt

Für die Sanierung historischer oder älterer Bausubstanz finden Sie auf unserer Seite zur Altbausanierung in München den konkreten Leistungsrahmen, typische Schnittstellen, Preisstufen und Kontaktmöglichkeiten. Altbausanierung München

FAQ zum Altbau

1. Wie beginnt die Sanierung einer Altbauwohnung?

Mit Unterlagen, Nutzungsplanung und Bestandsaufnahme. Grundriss, Teilungserklärung, Fotos und bekannte Umbauten werden geprüft. Danach folgen Sondierungen, Eigentums- und Genehmigungsfragen. Erst auf diesem Stand werden Ausführungsplanung und Angebot verbindlich.

2. Was kostet eine Altbauwohnungssanierung in München?

Nein. Die genannten Netto-Richtwerte beziehen sich auf klar abgegrenzte Einzelleistungen. Ein vollständiges Angebot benötigt Aufmaß, Mengen, Ausführungsbedingungen, Nebenleistungen, Baustellenlogistik und Umsatzsteuer.

3. Wie lange dauert die Sanierung?

Die Dauer hängt von Planung, Freigaben, Lieferzeiten, Rückbau, Trocknung und Gewerken ab. Eine Oberflächenrenovierung ist nicht mit einer kompletten technischen Sanierung vergleichbar. Ein Terminplan entsteht erst nach Bestandsaufnahme und definiert Abnahme, Restarbeiten und Reinigung separat.

4. Brauche ich eine Baugenehmigung?

Das hängt von der konkreten Maßnahme ab. Nichttragende Innenarbeiten können anders behandelt werden als tragende Eingriffe, Nutzungsänderungen oder Maßnahmen im Denkmal. Auch verfahrensfreie Vorhaben müssen andere Vorschriften einhalten. Die konkrete Planung ist mit qualifizierten Stellen zu prüfen.

5. Wann ist eine WEG-Zustimmung erforderlich?

Wenn Gemeinschaftseigentum oder eine bauliche Veränderung betroffen ist, können Beschluss oder Gestattung erforderlich sein. Fenster, Wohnungseingangstür, Stränge, Decken und tragende Teile sind typische Prüffelder. Maßgeblich sind Unterlagen und konkrete Maßnahme, nicht eine allgemeine Liste.

6. Muss vor dem Rückbau auf Asbest geprüft werden?

Bei schadstoffverdächtigen Materialien ist eine geeignete Erkundung vor zerstörenden Arbeiten erforderlich. Baujahr, Material und Eingriffsart werden bewertet. Verdachtsproben und Analysen gehören in fachkundige Hände. Normaler Abbruch beginnt erst nach geklärtem Schadstoffstand.

7. Lassen sich Dielen und Stuck erhalten?

Oft ja, wenn Zustand, Untergrund und neue Planung zusammenpassen. Erhalt wird als konkrete Schutz-, Reparatur- und Oberflächenleistung beschrieben. Bei irreparablen Bereichen braucht das Angebot eine abgestimmte Ersatz- oder Ergänzungsregel.

8. Kann der Grundriss verändert werden?

Nach Prüfung von Tragwerk, Leitungen, Brandschutz, Schallschutz, Eigentumsgrenzen und Genehmigungen. Nichttragend bedeutet nicht automatisch frei veränderbar. Der neue Grundriss muss außerdem Türen, Möblierung, Installationen und Bodenhöhen berücksichtigen.

9. Soll die Wohnung während der Arbeiten leer sein?

Bei einer umfassenden Sanierung ist eine leere Wohnung meist organisatorisch günstiger. Bewohntes Bauen erfordert Etappen, zusätzliche Schutzmaßnahmen und funktionsfähige Bereiche. Das kann Dauer und Kosten erhöhen. Die Entscheidung gehört vor den Bauzeitenplan.

10. Was muss ein Altbau-Angebot enthalten?

Bestandsgrundlage, Mengen, Materialien, Qualitätsstufen, Schutz, Rückbau, Entsorgung, Untergründe, Schnittstellen, Prüfungen, Ausschlüsse und Umsatzsteuer. Offene Bauteile erhalten eine Annahme oder einen Prüfpunkt. Nachträge folgen einem schriftlich vereinbarten Verfahren.

11. Ist eine Sanierung in Etappen sinnvoll?

Ja, wenn Phasen technisch getrennt werden können und ein Gesamtplan vorhanden ist. Leitungen, Höhen und Anschlüsse müssen spätere Arbeiten vorbereiten. Andernfalls entstehen doppelte Kosten oder neue Oberflächen müssen erneut geöffnet werden.

12. Welche Unterlagen benötigt BAYAZID zuerst?

Grundriss, aktuelle Fotos, Baujahr, Eigentumsform, gewünschte Maßnahmen, zu erhaltende Details und Zieltermin. Hilfreich sind Teilungserklärung, Aufteilungsplan, Beschlüsse und vorhandene Fachunterlagen. Daraus wird der nächste Prüf- und Planungsschritt abgeleitet.

Ein typischer Prüffall ist eine Altbauwohnung, bei der Bad, Küche, Elektrik, Oberflächen und ein Teil des Grundrisses erneuert werden sollen. Dielen und Stuck sollen erhalten bleiben. Aus dieser Beschreibung folgt noch kein Angebot. Zuerst werden Eigentumsgrenzen, Wandfunktionen, Leitungswege, Bodenhöhen und Schadstoffrisiken geprüft.

Variante A erhält den Grundriss und konzentriert sich auf Technik und Oberflächen. Variante B verändert nichttragende Wände und passt Installationen an. Variante C ergänzt weitere Komfort- oder energetische Maßnahmen, sofern WEG, Gebäude und Genehmigungen dies zulassen. Alle Varianten verwenden denselben Bestandsstand und zeigen unterschiedliche Leistungen getrennt.

Dieses Beispiel ist bewusst kein behauptetes Kundenprojekt und enthält keine erfundene Bauzeit oder Kostenersparnis. Es zeigt nur die notwendige Entscheidungslogik. Für eine echte Wohnung werden Mengen, Befunde und Freigaben individuell ermittelt. Der Beitrag Altbausanierung Wohnung München ergänzt allgemeine Eigentümertipps, während dieser Artikel den Bauablauf strukturiert.

bayazid-innenausbau